Tierische Urteile

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Rechte, Haftung, Haltung

Zerkratztes Autodach, Kot, Bisswunde: Viele Haustier-Streitigkeiten beschäftigen die Gerichte. Was Sie wissen sollten

Katzen lieben Autodächer. Leider hinterlassen sie auch mal Spuren

Dürfen Katzen überall herumstreunen?

Streunen Katzen im Wohngebiet herum, muss das von den Mitbewohnern bzw. Nachbarn akzeptiert werden. Es sei auch davon auszugehen, dass sich die Tiere problemlos verscheuchen lassen. An der fremden Wohnungstür ist allerdings Schluss, erklärt das Landgericht Bonn. Und auch die Terrasse des Nachbarn ist tabu, besonders, wenn die Tiere dort Kot hinterlassen (Az. 8 S 142/09).

Mein Nachbar füttert meine Katze, darf er das?

Manchmal wird auch die Tierliebe der Nachbarn zum Problem: Eine Katzenhalterin hatte ein Ehepaar in Verdacht, ihre Katze anzulocken, zu füttern und in ihr Haus aufzunehmen. Das Amtsgericht München wies die Klage der Katzenhalterin allerdings zurück. Zwar könne die Besitzerin das Füttern untersagen, nicht aber das Herumspazieren der Katze in Nachbars Garten (Az. 30 S 7016/18).

Wer zahlt, wenn die Mieze angefahren wird?

Eine Katze wurde angefahren, ihr Besitzer will von der Fahrerin die OP-Kosten von 1000 Euro erstattet bekommen. Doch die Richter am AG München urteilen anders: Kein Autofahrer könne einen Unfall mit einer Katze vermeiden, wenn diese plötzlich auf die Straße läuft. Tierhalter, die ihr Tier frei laufen lassen, müssen Schäden selbst tragen (Az. 331 C 7937/05).

Was ist mit Bellos Hinterlassenschaften?

Die Verschmutzung durch Hundekot ist sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich bundesweit verboten. Ärgerlich ist Hundekot dort, wo Kinder spielen. Wer die Hinterlassenschaft seines Hundes einfach liegen lässt, muss dann mit einem Bußgeld rechnen. Die Strafen dafür liegen je nach Bundesland zwischen 20 und 150 Euro.

Was, wenn mehrere Katzen herumtollen?

Ein Autofahrer ärgert sich über Lackschäden auf dem Autodach und verdächtigt die Nachbarskatze. Er will die DNA der Katzenhaare analysieren la