Alles zu seiner Zeit

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Medizin

Fit dank Chrono-Medizin

Wir können die Wirkung von Tabletten, Therapien & Co. steigern – indem wir den richtigen Moment dafür abpassen

Unser Körper hat seinen eigenen Rhythmus – und der lässt sich nicht so leicht umprogrammieren. Genau diesen Einfluss erforscht die Chrono-Medizin (Chronos = griechisch für „Zeit“). Sie geht davon aus, dass es nicht nur eine innere Uhr in uns gibt, sondern jede Zelle unseres Körpers einen eigenen Taktgeber besitzt. Beschwerden und Erkrankungen folgen demnach einem Stundenplan. Auch auf Medikamente und Therapien reagieren wir je nach Zeitpunkt unterschiedlich. Das können wir uns zunutze machen.

9 bis 11 Uhr

Die günstigste Zeit für Impfungen ist gegen 9 Uhr morgens – denn dann ist unsere Antikörperproduktion besonders hoch. Wichtige Termine legen wir am besten auf 11 Uhr: Der Körper läuft um diese Zeit auf Hochtouren, die meisten seiner Funktionen zeigen jetzt Spitzenwerte und wir sind geistig besonders fit. Menschen mit niedrigem Blutdruck erleben gegen 11 Uhr allerdings oft einen Blutdruck-Abfall und können dem mit einer Tasse Brühe begegnen. Bei Blutdrucksenkern wurde lange Zeit eher eine morgendliche Einnahme empfohlen. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie deuten nun aber darauf hin, dass der Einnahmezeitpunkt egal ist.

12 bis 17 Uhr

Das Mittagstief lässt grüßen: Die zuvor noch so starke Konzentration lässt von 12 bis 15 Uhr nach. Besonders unser Herz muss in dieser Phase viel leisten. Um es zu entlasten, können wir für Geselligkeit sorgen. Verabreden wir uns doch öfter mal zu einem entspannten Spaziergang mit einem lieben Menschen! Nachmittags sind unsere Nieren besonders aktiv. Am besten unterstützen wir sie bei ihren Aufgaben mit einer Tasse Brennnessel-Tee oder mit wasserreichem Obst wie Melone oder Erdbeeren.

18 bis 22 Uhr

Unsere Verdauungsorgane arbeiten jetzt langsamer. Leichte Kost (z. B. Fisch oder Geflügel) ist nun ideal. Denn auch die Galle produziert weniger Flüssigkeit, Fette werden schlechter verarbeitet. Medikamente gegen zu hohe Blutfette werden in der Regel abends eingenommen, weil die körpereigene Cholesterinproduktion nachts etwas höher ist. Wer Rheuma hat, dem hilft der Entzündungshemmer Cortisol in den sehr frühen Morgenstunden besonders

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