Jetzt ist sie weg …

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REPORT

Trennung von der besten Freundin

Was wäre das Leben ohne die beste Freundin ? Sie ist unsere Vertraute, Seelentrösterin, Party- und Reise-Begleiterin und Trauzeugin. Jede Frau hat sie, jede Frau braucht sie. Doch manchmal geht sie uns einfach verloren – sogar nach gemeinsamen Jahrzehnten

Ein Leben ohne (Ehe-)Partner ist vielleicht nicht schön, aber sehr wohl möglich.

Aber ein Leben ohne Freundin? Undenkbar! Die beste Freundin ist der Mensch, der all unsere Schwächen kennt und uns trotzdem liebt.

Der für uns da ist, auch wenn wir nachts um drei Uhr anrufen und tröstende Worte oder eine Umarmung brauchen. Die beste Freundin tanzt mit dir durch den Regen und wartet nicht auf Sonnenschein.

Jede Freundschaft ist so einzigartig wie die Frauen, die sie verbindet. Jede hat ihre eigene Geschichte. Die eine ist kürzer, die andere länger. Manche Freundschaften halten ein Leben lang. Manche nur einige Jahre. Doch jede einzelne ist kostbar. In Studien wurde festgestellt, dass wir maximal fünf wirkliche Freundschaften im Leben pf legen können. Zu mehr bleibt einfach keine Zeit.

Und trotzdem passiert es, dass Freundinnen, die uns seit Jahren und Jahrzehnten durchs Leben begleitet haben, sich plötzlich distanzieren, sich nicht mehr melden, uns im schlimmsten Fall nicht mehr antworten, ignorieren, blockieren. Wie kann das sein?

„Freundschaften sind auch externen Einflüssen ausgesetzt“, erklärt Psychologin Felicitas Heyne. „Manchmal gibt es Schicksalsschläge im Leben der Freundin, Ortswechsel, erzwungen durch berufliche Veränderung, Probleme mit den Kindern, ein neuer Mann oder die neue Rolle als Großmutter. All das hat nichts mit der Qualität der Freundschaft zu tun, sie müsste sich nur verändern. Dafür ist eine gute und ehrliche Kommunikation notwendig ebenso wie die Bereitschaft beider Freundinnen, die neue Situation anzunehmen und die Freundschaft den Umständen entsprechend anzupassen. Manchmal gelingt es – manchmal leider nicht.“

Jana Schneider unternimmt jetzt viel allein, seit ihre Freundin den Kontakt beendet hat
Fotos: Ute Kaiser, Privat, PR
Psychologin Felicitas Heyne rät zu einer offenen und ehrlichen Kommunikation in jeder Lebenslage

„Ich lernte Tine 2014 in Stuttgart über unsere Söhne kennen. Unsere Jungs waren etwa gleich alt und besuchten den gleichen Mathe-Förderunterricht. Wir verstanden uns auf Anhieb. Sie lebte zuvor einige Jahre im Rheinland, wo ich ursprünglich herkomme, und liebte wie ich den Karneval, arbeitete auch in einem Reisebüro, war aufgeschlossen, unkonventionell, lebensfroh – es war quasi Liebe auf den ersten Blick. Wir trafen uns regelmäßig, gingen gemeinsam zu Veranstaltungen und besuchten auch beruflich dieselben Reise-Events. Auch unsere Männer verstanden sic

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