Südamer ikas geh eimer Schatz

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Juliane Strobl

Farbenpracht im Hochland: In der roten Laguna Colorada planschen die Flamingos. Es ist Boliviens meistbesuchter Nationalpark

Das tiefblaue Wasser des Titicaca-Sees glitzert in der Sonne. Im Hintergrund ragen die schneebedeckten Gipfel der mächtigen Cordillera Real in den Himmel. Der „See der Götter“ gehört Bolivien aber nicht alleine, ein Teil davon liegt im Nachbarland Peru. Die Dimensionen sind absolut gewaltig: Der See ist fünfzehnmal größer als der Bodensee.

In seinem Herzen liegt die Wiege der Inka-Kultur – die Isla del Sol. Wir erleben geschichtsträchtige Dörfer voller Magie. In Yumani kann man die Inka-Treppen und das Gold-Museum besuchen. Mit dem Boots geht’s dann zurück ins beschauliche Städtchen Copacabana. Am Ufer verteilen Backpacker Flyer von Bars mit Happy Hour. Ein Cocktail mit Blick auf den weltberühmten Titicaca-See schmeckt besonders lecker.

Doch Copacabana ist auch einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Boliviens. Entlang von 14 Kreuzen pilgern die Menschen auf den 3966 m hohen Hausberg Cerro Calvario. Der Ausblick ist einmalig! Als nächstes zieht es uns in die Hauptstadt Sucre. Wir spüren sofort den Hauch vergangener kolonialer Zeiten. Die weiß getünchten Häuserfassaden erinnern uns ein bisschen an Andalusien. Im Parque Cretacico staunen wir über die weltweit größte Ansammlung von Dinosaurier-Fußspuren und das scheinbar einem Disney-Film entsprungene Castillo de La Glorieta.

Die nächste Stadt wartet in luftiger Höhe. La Paz ist mit einer Lage auf über 4000 Metern der höchste Regierungssitz der Erde. Wer hier durch die Gassen schlendern möchte, wird sich ordentlich anstrengen müssen. Die Luft ist sehr dünn. Doch die Stadt in den Anden überzeugt uns mit wunderschönen Orten. Und natürlich wird es dann auch Zeit, die bolivianische Küche zu testen. Ceviche (Fischgericht) und danach ein traditioneller Traubenschnaps – ein Hochgenuss! Gegrilltes Meerschweinchen stellt uns Europäer dann eher vor eine Herausforderung.

Bei einer Reise zu Südamerikas geheimem Schatz darf die Salzwüste Salar de Uyuni nicht fehlen. Fünfeckige Salzwaben formen das mehr als 10 000 Quadratmeter große Naturspektakel. Unendliche Weiten einer schneeweißen, schier unendlichen Salzwüste und farbenfrohe Lagunen geben uns das Gefühl, auf einem anderen Planeten zu sein. Kurz vor Sonnenuntergang klettern wir auf einen kleinen Berg.Wir genießen den Blick über die mondartige Landschaft von Bolivien, in der sich Lama und Flamingo gute Nacht sagen ...