Die Reifen im Blick

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Laufleistung, fahrdynamische Beanspruchung und natürliche Alterungsprozesse: Ein Motorradreifen hat viele Herausforderungen zu meistern. Wann ein montierter Reifen spätestens getauscht werden sollte, steht hier.

Ein Reifenleben im Zeitraffer: Auf Verschleißfahrt mit baugleichen Fahrzeugen und wechselnden Fahrern quer durch Europa
Fotos: Markus Jahn (2), Jörg Künstle, Franz Josef Schermer

Rechtlich relevant ist zunächst nur das Erreichen der Mindestprofiltiefe: Unter 1,6 Millimetern muss der Reifen gewechselt werden – das gilt bei Autos wie Motorrädern gleichermaßen. Übrigens sollte man sich dazu nicht an den in den Profilrinnen sichtbaren Verschleißmarken orientieren. Diese TWI-Stege („Tread Wear Indicator“) sind nach US-amerikanischer DOT-Norm nämlich nur 0,8 Millimeter hoch. Auf der Felge altert ein Reifen natürlich anders als im Reifenlager. UV-Strahlen, Ozonbelastung, Feuchtigkeit und Hitze knabbern an der Performance, sodass der Reifen trotz ausreichend vorhandenem Restprofil bereits nach sieben Jahren in seiner Leistungsfähigkeit spürbar nachgelassen hat. Verfärbungen im Gummi sind erste Anzeichen, spätestens aber wenn sich Risse in der Seitenwand gebildet haben, gehört ein frisches Gummi auf die Felge. Stimmen die Lagerbedingungen, sind Reifen über viele Jahre haltbar. Im Einsatz altern sie natürlich deutlich schneller. Verfärbungen sind erste Anzeichen des Alterungsprozesses, bilden sich Risse, ist das Gummi austauschreif.

Ein detaillierter Blick auf die verschiedenen Faktoren, die die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit von Motorradreifen beeinflussen, ist essenziell für eine verantwortungsbewusste Fahrzeugwartung. Es ist wichtig, den Zustand seiner Reifen zu kennen, um sowohl die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen als auch die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten.

Das Messen der Mindestprofiltiefe ist selbsterklärend, bei der Überprüfung des Reifen-Produktionsdatums heißt es, genau hinschauen: „0113“ (zu finden auf der Reifenflanke) bedeutet in diesem Fall die erste Kalenderwoche 2013

INFO REIFENLUFTDRUCK

Darf man den vom Hersteller angegebenen Luftdruck eigenmächtig absenken?

Eine Vorschrift, mit welchem Fülldruck man unterwegs sein muss, gibt es nicht. Also lautet die klare Antwort: Ja! Alle Angaben haben reinen Empfehl