BRAUSEKÖPFE!

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Warmduscher sind Waschlappen? Kaltes Wasser stärkt die Abwehrkräfte? Ums Duschen kursieren viele Gerüchte.Men’s Health erklärt, welche Effekte unterschiedliche Wassertemperaturen wirklich besitzen

TEXT: BEN KENDAL

1. WIE OFT UND WIE LANGE SOLLTE MAN DUSCHEN?

Foto: BUENA VISTA IMAGES/GETTYIMAGES

Seltener, als die meisten Menschen denken. „Aus medizinischer Sicht reicht es aus, 2-bis 3-mal in der Woche zu duschen“, erklärt Dr. Athanasios Theodoridis vom Centrum für korrektive Medizin in Freiburg, Facharzt für Dermatologie und Venerologie. Zu viel zu duschen hat sogar Nachteile, denn es beschädigt die schützende Fettschicht der Haut.

Allerdings kommt es auch auf die Tätigkeiten an, die man über den Tag verrichtet. Bei einem Büro-Job musst du nicht so oft unter die Dusche springen wie bei einer Arbeit, bei der du dreckig wirst. Für die Hygiene ist übrigens nicht die Wassertemperatur, sondern vor allem die Seife entscheidend: „Keime halten sich sozusagen an der Seife fest, sodass sie beim Abspülen gleich mit entfernt werden“, erklärt Dr. Ernst Tabori vom Deutschen Beratungszentrum für Hygiene in Freiburg.

Wie lange du unter der Dusche verbringen solltest, hängt von der Duschtemperatur ab. Zum Schutz der Haut sollten Warmduscher kürzer duschen, höchstens 7 Minuten. Kaltduscher dürfen sich ein bisschen länger berieseln lassen, bis zu 10 Minuten sind erlaubt.

Kürzer zu duschen ist aber auch aus anderen Gründen empfehlenswert. So senkst du damit zum Beispiel den Ressourcenverbrauch an Wasser sowie Gas oder Strom. Generell ist es zudem ratsam, beim Einseifen des Körpers den Hahn abzustellen – der Umwelt und auch deiner Nebenkostenrechnung zuliebe.

2. WARUM DUSCHEN WIR EIGENTLICH SO HÄUFIG?

Die Körperhygiene ist nicht der ausschlaggebende Grund, warum viele Menschen sich so oft unter die Dusche stellen. „Wir duschen hauptsächlich, um uns dadurch wohler zu ➤

fühlen“, sagt der Dermatologe Dr. Karsten Hartmann vom Venenzentrum in Freiburg.

Zu duschen gehört zum Alltag vieler Menschen, obwohl eigentlich nicht unbedingt der hygienische Bedarf besteht. Das macht eine Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid deutlich. Dabei kam heraus: Die Hälfte aller Deutschen duscht sogar täglich. „Unangenehme Körpergerüche führen zusätzlich dazu, dass viele Menschen häufiger duschen“, erklärt Experte Theodoridis. Doch das muss gar nicht sein. Eine gute Alternative wäre es, mit einem Waschlappen den Intimbereich und die Achseln zu säubern, da meistens nur von diesen Stellen unangenehme Gerüche ausgehen.

3. WIE WARM ODER KALT SOLLTE MAN DUSCHEN?

Grundsätzli

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