So hat er das Übergewicht aufs Kreuz gelegt

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Rückenschmerzen gaben für unseren Leser den Ausschlag, den Kilos den Kampf anzusagen. Doch er gewann nicht gleich in der ersten Runde. Hier erzählt er, wie es am Ende mit dem Abnehmen geklappt hat / TEXT: MIE LENE HEESCH

FETT-WEG-SIEGER

Starker Rücken, flacher Bauch — im Gym kann Marius beides trainieren
Fotos: MARIUS HANDRUGAN FINE ART FOTOGRAFIE

Marius’ Übergewicht hat sich in sein Leben geschlichen. Zu Beginn fallen die zusätzlichen Kilos, die er sich durch eine unbedachte Ernährung und einen Mangel an Bewegung einbrockt, gar nicht auf. „Ich habe viel mit Käse Überbackenes gegessen und mir beim Abendessen mit meiner Familie gerne zwei Portionen statt einer genehmigt“, erzählt Marius. Außerdem kommt die Bewegung in seinem Leben viel zu kurz: Im Fußballverein kickt er regelmäßig Bälle, aber als Ausgleich zu seinem Job als Bürokaufmann reicht das nicht. Das signalisiert ihm auch sein Körper, als ihn plötzlich extreme Rückenschmerzen plagen. „Die Diagnose lautete Bandscheibenvorwölbung“, so der 37-Jährige, „ich konnte mich 3 Monate überhaupt nicht bewegen.“ Die Quittung: 103 Kilo bei einer Körpergröße von 1,88 Meter – Marius’ persönlicher Highscore.

SEIN WENDEPUNKT In der Reha kommt er wieder auf die Beine. So weitermachen wie zuvor? Kommt nicht in Frage. In der Auszeit wird ihm bewusst, dass er schleunigst etwas an seinem Lebensstil ändern muss. Er hatte bereits einige Diäten ausprobiert, aber ohne Erfolg. „Ich verfügte nicht über den richtigen Schlüssel, der zu nachhaltigen Ergebnissen verhilft.“ Lange ging Marius davon aus, man müsse hungern, um abzunehmen. „Aber das ist natürlich Quatsch, denn dabei fährt der Stoffwechsel komplett runter, und langfristig bringt es nichts.“ Er macht sich auf die Suche nach seinem ganz persönlichen Erfolgsrezept.

SEIN ERNÄHRUNGSPLAN Weil Marius nicht einschätzen kann, was eine gesunde Portionsgröße ist, fängt er an, Kalorien zu tracken. Die erste Erkenntnis: Lebensmittel abzuwiegen ist ein guter Einstieg, um für Mengen ein Gefühl zu bekommen. Die zweite: Er muss seine Kalorienzufuhr nicht radikal einschränken, um abzunehmen. Für einen Power-Start in den Tag sorgt Jogurt mit Proteinpulver, dazu Haferflocken und Früchte. Alle Lebensmittel mit großem Volumen und niedriger Kaloriendichte machen satt, und die Kalorienbilanz stimmt. „Aus diesem Grund esse ich immer reichlich Gemüse, zum Beispiel mittags als Pfannengericht mit Reis und Putenfleisch.“

SEIN SPORTPROGRAMM Auch nach der Reha spielt Marius weiter Fußball, zusätzlich fängt er an zu laufen. Um Muskulatur aufzubauen, b

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