Die geheime Welt der Bienen

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Bunte Welt

Faszinierende Geschöpfe

Jetzt fliegen sie wieder, angelockt durch die ersten bunten Blüten: Alles Wissenswerte rund um die emsigen Pollensammlerinnen

Von Apfelblüten bis Raps: Im Frühling haben Bienen jede Menge Futterquellen zur Auswahl

Ginge die Menschheit ohne Bienen unter?

Diese Annahme geht auf nicht belegte Zitate zurück, die u.a. Albert Einstein zugeschrieben werden. Es stimmt zwar, dass Bienen viele Pflanzen bestäuben und somit dafür sorgen, dass diese auch Früchte tragen. Aber sie sind nicht die einzigen, die das tun.

Fliegen, Käfer, Motten, Schmetterlinge und sogar Ameisen leisten bis zu 50 Prozent aller Bestäubungsarbeit. Viele Pflanzen müssen nicht einmal von Insekten besucht werden, weil der Wind die Bestäubung übernimmt. Dazu zählen Weizen, Mais, Reis, Roggen, Gerste, Hafer und Hirse. Allein die ersten drei liefern mehr als die Hälfte aller von Menschen verzehrten Kalorien. Wir würden also nicht verhungern, aber unser Speiseplan wäre wesentlich ärmer ohne Bienen.

Die Sprache der Bienen

Kommunikation ist wichtig in einem großen Staat. Dafür nutzen Bienen Duftstoffe, Geräusche und Tänze. Unterschieden wird hierbei zwischen dem Rundtanz und dem Schwänzeltanz. Durch die Figuren beschreiben Bienen ihren Artgenossinnen, in welche Richtung und wie weit entfernt eine Nahrungsquelle liegt. Schwänzeltänze weisen die Form einer Acht auf, wobei sie im Mittelteil mit ihrem Hinterleib wackeln. Je länger der Tanz dauert, desto weiter weg sind die Blüten. Die Richtung wird durch die Tanzrichtung angegeben.

Schwänzelt die Biene im Mittelteil von unten nach oben, liegt bspw. eine Blumenwiese auf dem direkten Weg vom Bienenstock in Richtung Sonne. Erfolgt der Schwänzeltanz in einem 35-Grad-Winkel nach rechts, muss die Flugrichtung mit einer 35-Grad-Abweichung von der Sonne angesteuert werden.

Drei goldene Bienen

Die Fahne der italienischen Insel Elba ist weiß mit einem roten Querstreifen, auf dem drei Bienen abgebildet sind. Sie wurde bei der Ankunft von Napoleon Bonaparte am 4. Mai 1814 auf der Inselfestung in Portoferraio gehisst. Napoleon wird dort zehn Monate im Exil verbringen und über die Insel regieren. Das Symbol der Biene steht seit den Pharaonen für königliche Macht und Unsterblichkeit. Napoleon vergab die drei goldenen Bienen jeweils den Städten, die ihm besonders zugetan waren und die in der Regel 13.000 Einwohner übertrafen.

Wahre Gedächtnis-Weltmeister

Bienen haben im Laufe ihrer Entwicklung ein hervorragendes Zeitgedächtnis entwickelt. Das ist wichtig, weil viele Pflanzen ihren Nektar nur zu bestimmten Zeiten liefern.

Durch das clevere Begrenzen der Futtersuche auf bestimmte Stunden spart die Biene viel Zeit und Kraft. Bienen sind zudem imstande, Landmarken im Gedächtnis abzuspeichern. Dabei orientieren sie sich a

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