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EDITORIAL
Im Frühjahr 1940 war Frankreich innenpolitisch ti
Frankreich war vor Kriegsbeginn innenpolitisch tief gespalten. Das schnelle Vorrücken der Deutschen im Mai und Juni 1940 führte zum Ende der Dritten Französischen Republik. Nach einem demütigenden Waffenstillstand, der am 22. Juni in Compiègne unterzeichnet wurde, teilten die Deutschen das Land auf.
Im nicht von den Deutschen besetzten Teil Frankreichs schwang sich Philippe Pétain zum Staatsoberhaupt auf mit Regierungssitz im Kurort Vichy. Das Regime des „État français“ radikalisierte sich im Laufe des Kriegs immer weiter und setzte ganz auf die Kollaboration mit Hitler.
Der in Frankreich seit den 1930er Jahren aufgeflammte Antisemitismus machte es den deutschen Besatzern anfangs leicht, die Judenverfolgung auch hier durchzusetzen. Während das Vichy-Regime bis 1944 Juden auslieferte, gab es in der Bevölkerung zunehmend Unterstützung für die Verfolgten.
In Frankreich bildeten sich während der Besatzungszeit verschiedene Widerstandsgruppen. General Charles de Gaulle versuchte von seinem Exil in London aus, die „Résistance“ unter seiner Führung zu vereinen.
Nach Kriegsende setzten sich französische Eliten dafür ein, nicht die Fehler von „Versailles“ zu wiederholen, sondern dem besiegten Deutschland auf dem Weg zur Demokratie zu helfen. Wichtige Motoren der Annäherung waren Austauschprogramme und seit 1950 die Partnerschaften zwischen Städten in Frankreich und Deutschland.
Eine breite Front von der Linkspartei über die SPD bis zu Teilen der CDU findet ganz offen Gefallen an der Bekämpfung von Unternehmern, Kujonierung von Bürgern, kalter Enteignung und Zensur. Ideologische Anleihen bei den untergegangenen Diktaturen lassen sich nicht mehr übersehen