Heiter & wolkig

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Heiter & wolkig

Wir hätten gern noch 100 000 Kilometer mehr abgespult, ein so vielseitiger SUV ist in jedem Fuhrpark sehr gefragt. Doch alles hat sein Ende – und wir verabschieden den Kia mit einer Träne im Auge.

Weißer Riese – diesen Spitznamen hatte der Sorento schon nach wenigen Wochen weg; vermutlich unter der Mitwirkung kleinerer Insassen, die diesen Kia sehr schätzen. Kein Wunder, denn angesichts seiner steilen Schnauze, einer wuchtigen Statur und 4,81 Metern Länge zählte der Sorento zu den größten Probanden im Fuhrpark.

Womit wir gleich zum wohl wichtigsten Vorzug des Kia kommen: seinem üppigen Platzangebot. Für die Insassen sowieso, aber auch für sehr viel Gepäck: 705 bis 2100 Liter verträgt der Kofferraum; damit spielt der Kia in der Liga der großen Vans. Und da der Testwagen nicht als Sieben-, sondern als Fünfsitzer vorfährt, findet sich unter dem Ladeboden in zwei leicht zugänglichen Fächern noch mehr Stauraum. Selbst die üppige Zuladung von 615 Kilogramm schränkt die Nutzbarkeit nicht ein.

Viele große Ablagen, Bechermulden in den Fondtüren und eine in zwei Teilen um 32 (!) Zentimeter längsverschiebbare Rückbank, deren Lehnenneigung sich variieren lässt, steigern die Funktionalität. USB-Anschlüsse in den Rückenlehnen der Vordersitze, Sonnenrollos und Sitzheizung hinten verbessern den Reisekomfort im Fond. Darüber hinaus sind die beiden äußeren Plätze mit perforiertem Nappaleder hübsch bezogen und bequem ausgeformt, ebenso die gemütlichen Sitze vorne.

Ein idealer Begleiter also für die ganz große Tour. Wobei ein paar Pfund über der Hinterachse nicht schaden. Denn so sicher sich der Kia in schnelle Kurven legt und lange Wellen sauber pariert, so unbeholfen überpoltert er ohne ordentliche Zuladung Querfugen und Gullydeckel in der Stadt oder bei langsamer Fahrt über Land. Richtig harmonisch wirkt das Arrangement also nicht.

Das Thema Ladungssicherung ist übrigens ähnlich verzwickt: Ein klassisches Gepäcknetz, das sich hinter Rückbank oder Vordersitzen aufspannen lässt, ist nicht vorgesehen. Bei Bedarf muss ein Metallgitter aus dem Zubehör rein, das zwischen Dach und Ladeboden geklemmt wird. Dort muss es dann auch bleiben – in die Unterbodenfächer, so groß sie auch sind, passt das sperrige Teil nicht rein. Immerhin: Es klappert nix. Zweiter Nachteil: Wer auf der Suche nach mehr Stauraum die hinteren Sitze nach vorne schiebt, muss durch die Fondtüren einladen. Denn weiter oben blockiert ja das Gitter den Weg.

Hoher Preis, kleine Mängel

Qualitativ leist



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