„Scheiß drauf, das Leben geht weiter!“

1 min lesen

Annika musste wegen ihrer Erkrankung ein Bein amputiert werden – bremsen lässt sie sich davon aber nicht

Krebsdiagnose mit 11

Im Oktober 2020 wurde Annika das rechte Beim amputiert, wenige Monate später stand sie mit ihrer Sportprothese (l.) wieder auf dem Hockeyfeld

Annika Wein hätte ausreichend Gründe, den Mut zu verlieren, traurig und wütend zu sein über ihr Schicksal, aber die 14-Jährige hat sich entschlossen, weiterzumachen. Und dabei Spaß zu haben! „Scheiß drauf, das Leben geht weiter“, so fasst es die 14-Jährige aus Rodenbach bei Hanau zusammen. Trotz der Krebserkrankung, trotz der Behinderung, die sie infolge der Erkrankung hat.

Vor drei Jahren machte sich der Krebs bemerkbar. Annika: „Ich hatte da schon länger Schmerzen im Knie, wir waren allerdings zunächst davon ausgegangen, dass es Wachstumsschmerzen sind.“ Als es nicht mehr besser wurde, ging Annikas Mutter Silja (43) mit ihrer ältesten Tochter zum Arzt. Dann ging plötzlich alles sehr schnell.

Kurz nach der Diagnose kam die Amputation

Auf dem ersten Röntgenbild war zu sehen, dass Annikas Bein zweimal gebrochen war. Die weitere Diagnose folgte in der Uniklinik in Frankfurt: Annika hat Knochenkrebs, der bereits gestreut hat, u.a in die Lunge. Das Mädchen wird mehrfach operiert, Metastasen werden entfernt, Chemotherapien folgen, und im Oktober 2020 wird ihr rechtes Bein oberhalb des Knies amputiert. „Das ging alles furchtbar schnell“, sagt Annika.

Annika kämpft weiter gegen den Krebs

Doch statt der großen Trauer folgte bei Annika der große Aufbruch: „Ich habe, seit ich fünf Jahre alt war, Feldhockey gespielt, nach der Diagnose hatte ich mich aber zurückgezogen.