DEZENT, ABER AUF DEN PUNKT

2 min lesen

Möbel und Accessoires in schlichtem Look, dennoch weich und feminin – wir lieben das Design der Dänin Cecilie Manz. Ohne von ihrer nüchternen skandinavischen Geradlinigkeit abzuweichen, verfolgt sie Tradition, Handwerk den Einsatz natürlicher Materialien. Dinge, die das Leben ein wenig besser machen.

TEXT SASKIA VON SCHROETER

Kreativer Kopf

FOTOS: CECILIE MANZ STUDIO, FRITZ HANSEN, LIGHTYEARS,ANDREAS OMVIK, REFORM, TAKT, CASPER SEJERSEN, YELLOWS

Cecilie, bei der Vielfalt deiner Arbeiten zeigt sich, du bist super im Hinterfragen von Bedürfnissen. Du beackerst dabei viele, viele Fachbereiche – wozu stellen sich dir wiederkehrend Fragen?

Ästhetische wie funktionale Fragen stellen sich mir natürlich immer wieder – dabei liegt der Fokus aber immer mehr auf Haltbarkeit, Austauschbarkeit und auf Materialien, die eventuell vorher bereits ein anderes Leben hatten. Recycling wird immer wichtiger. Ich habe stets versucht, sensible Lösungen zu finden, gute Qualität zu generieren mit einer dauerhaften Formensprache: Produkte müssen langlebiger werden!

Wo, denkst du, liegt in Wohnungen noch viel im Argen?

Qualität! Bessere Baumaterialien, durchdachte Details und ein natürliches Raumklima, das die Leute nicht krank macht.

Was sind deines Erachtens typische Alltagsprobleme, die jeden sorgen?

Ich schätze, wir sind alle frustriert über die gleichen kleinen, nicht zu Ende gedachten Details und vielleicht auch die größeren, semantischen Fragen wie Bedeutung und Beziehung von Wissen und Sprache.

Deine Lautsprecher für Bang & Olufsen zeigen, dass du dir viele Gedanken um Materialien, Proportionen und Formenzusammenspiel machst. Wie ist das Ensemble entstanden? Warum mit Stoffen von Kvadrat?

Insgesamt habe ich sieben verschiedene Lautsprecher für Bang & Olufsen entworfen. Mit jedem weiteren Teil wollten wir etwas Neues ausprobieren und auf dem aufbauen, was wir bereits wussten und umsetzten. Die Kooperation mit Kvadrat war gut getimt. Ich hatte den Wunsch, ein anderes Lautsprechergittermaterial für ein größeres Heimlautsprechersystem zu verwenden, Bang & Olufsen und der sehr innovative Textilhersteller diskutierten bereits über Möglichkeiten.

Zu deinem Beistelltisch „Plint“ für die dänische Möbelmarke Takt: ein tolles Unternehmen, das mutige Ziele qua Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung hat. Lederscharniere anstelle von Schrauben?

Eine spannende Idee. Ich habe mehrere Jahre lang bei Prototypen Vollnarbenleder als Scharniermaterial verwendet. Es machte durchaus Sinn, dass Takt sich für die Bank entschied – passt super zur Art und Weise ihrer Gestaltungs, Verpackungs und Transpor



Dieser Artikel ist erschienen in...

Ähnliche Artikel

Ähnliche Artikel