Ein großes Herz für kleine Igel

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Sie kümmert sich um verletzte Tiere

VANESSA HALOUI

Vanessa mit einem neuen Patienten, den sie wieder gesund pflegen möchte

Das Gelände von Looki, dem Verein zur Tierrettung in Hamburg-Bergedorf, ist sehr groß – und mit viel Liebe gestaltet. Aktuell leben hier 387 Tiere – Eichhörnchen, Igel, Waschbären, aber auch Schafe, Ziegen, Wachteln und Hühner. Bevor sie nach langer, mühsamer Suche auf das verwilderte Grundstück am Rande des Hamburger Stadtteils stieß, nahm Vanessa Haloui die verletzten Tiere bei sich zu Hause auf – doch ohne Hof war das irgendwann nicht mehr machbar.

Zu Hause hatte sie nicht mehr genug Platz

„Es wurde brenzlig, als ich mal 64 Igel in einer Wohnung beherbergte.“ Vanessa arbeitet sieben Tage die Woche bei Looki. Gerade wenn Jungtiere zu versorgen sind, ist sie quasi rund um die Uhr da, schläft auf dem Gelände und steht nachts alle zwei Stunden auf. Wie nah Vanessa die Schicksale ihrer kleinen Schützlinge gehen, merkt man, als sie beginnt, von einer der größten Gefahren für Igel zu sprechen: den Mährobotern. Der Frau mit dem robusten Auftreten und der quirligen Art treten die Tränen in die Augen. „Das ist so unnötig – und es passiert einzig und allein aus Gedankenlosigkeit der Menschen! In diesem Jahr ist es wirklich besonders schlimm: Es kamen sooo viele Igel mit Schnittwunden rein!“ Die Tiere haben durch die Maschinen teilweise gravierende Verletzungen erlitten, leben aber alle noch. „Zwischendurch dachte ich, ich halte es nicht mehr aus. Ich bin mittlerweile echt wütend auf jeden, der sich so einen Mähroboter anschafft.“ 1500 Igel landen pro Jahr bei Looki. Ungefähr 37 Prozent davon, so sagt Vanessa, wurden schwerverletzt durch Mähroboter.

Die Station ist auf Spenden angewiesen

Das verursacht hohe Tierarztkosten – allein im vergangenen Jahr lagen die b