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JAGEN IM TEAM

FLEDERMÄUSE BILDEN SENSORISCHE NETZWERKE

Fledermäuse sind fliegende Schädlingsbekämpfer. Doch viele Arten sind bedroht, ihr Lebensraum schrumpft. Wie wichtig es ist, größere Quartierverbünde zu ermöglichen, beweisen Forscher der Universität Potsdam. Sie statteten 81 Fledermäuse der Art Großer Abendsegler mit Sendern aus. Wie sich zeigte, schließen sich die Tiere bei der Jagd auf Insekten mit ihren Artgenossen zu einem mobilen sensorischen Netzwerk zusammen. Ein einzelnes Exemplar kann Insekten mit seinem Ultraschall nur bis etwa 15 Meter weit orten, die Signale ihrer Artgenossen nehmen Fledermäuse jedoch bis zu 160 Meter weit wahr. Während der Insektensuche fächerten sich die Fledermäuse auf, blieben aber akustisch in Kontakt. Findet ein Tier Beute, bekommen dies die anderen Jäger über Veränderungen in dessen Flugbewegung und über spezifische Ultraschallrufe mit. Vernetzte Tiere benötigten 40 Prozent weniger Zeit, um Nahrung aufzuspüren, als Fledermäuse, die sich als Einzelgänger auf Beutezug begeben.

Süße Batterie

Medizinische Implantate wie Herz- oder Hirnschrittmacher brauchen Strom, um zu funktionieren. Die Batterien dafür nehmen jedoch mitunter 90 Prozent des Volumens eines Implantats ein und müssen immer wieder ersetzt werden. Forscher der Technischen Universität München haben winzige Brennstoffzellen entwickelt, die körpereigenen Zucker in Strom umwandeln. Sie könnten als dünner Film auf die Oberfläche von Implantaten aufgebracht werden.

Nur 400 Nanometer dick ist dieser Chip, der Strom aus körpereigenem Zucker erzeugt.

WÄCHTER IM ALL

Diese zwei Bilder sehen aus wie abstrakte Gemälde. Tatsächlich handelt es sich um Luftbildaufnahmen eines Forschungsflugzeugs, das mit einem Bildspektrometer ausgestattet war. Dieses Gerät misst, wie viel Licht Pflanzen reflektieren, abhängig von ihrem Aussehen und ihren chemischen Merkmalen. Das psychedelisch anmutende Farbspiel spiegelt somit die Artenmischung einer Region wider: links eine Graslandschaft in Kansas, rechts eine Wüste in New Mexiko. „Wir können damit Veränderungen in der Artenzusammensetzung rechtzeitig erkennen“, sagt Studienautorin Anna Schweiger von der Universität Zürich. „In

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