GUTBEHOODED

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Trail-Hoodies | Mit lässigen Kapuzenpullis soll Biken bei Kälte stylischer werden. Bleibt dabei die Funktion auf der Strecke?

TEXT | CHRISTIAN ZIMEK

Agron Beqiri

Erst waren es neonbunte Tights und Windjacken, später betont funktionale Bekleidung, dann lässige Enduro-Klamotten – nicht nur die Fahr, auch die Bekleidungsstile der Mountainbike-Szene haben sich in den letzten Jahrzehnten stets gewandelt. Und der nicht zuletzt durch das E-Mountainbike weiterhin befeuerte Boom produziert weiter fleißig neue Bekleidungs und Zubehör-Trends, die dem oder der Unwissenden allesamt einer Google-Suche würdig erscheinen dürften: Jethelme, Hydration-Vests, Hipbags, Dirtsuits, Convertibles ... Zu dieser Kunstwort-Liste gesellen sich nun Trail-Hoodies als Lösung für alle, die sich bei kühlen Temperaturen nicht ins womöglich bieder anmutende Softshell-Gewand zwängen, sondern warm bleiben, aber dabei cool aussehen wollen.

Eine neue Produktkategorie

Doch was ist ein Trail-Hoodie? Während unter den Herstellern relative Einigkeit herrscht, dass diese „Pullis“ einigermaßen lässig, alltagstauglich und angenehm zu tragen sein sollen, sieht es bei der Definition von Einsatzzweck und Design anders aus. Was Käufer von einem Trail-Hoodie erwarten dürfen und was nicht, ist höchst unterschiedlich und vermutlich dem Umstand geschuldet, dass diese Bekleidungskategorie noch in der Pubertät steckt. Allen gemein ist die „Hood“, also das Vorhandensein einer Kapuze. Ansonsten geht es aber wild durcheinander. Durchgehende Front-Reißverschlüsse, halbe oder Pullover-Designs ganz ohne Zipper treffen hier auf den kompletten Strauß an Funktionsmaterialien von dünnem Wollmischgewebe bis zum Einsatz von winddichtem, hoch isolierendem Polartec„Alpha“Fleece und dickeren Stoffen in Softshell-Manier.

Grund dafür ist das unterschiedliche Verständnis der Hersteller von Übergangsbekleidung. So ist keines der hier getesteten Modelle für ausgedehnte Wintertouren konzipiert, ihre Isolationsleistung ist jedoch so breit gefächert wie die Temperaturschwankungen in eben jener Übergangszeit von Herbst ▶ zu Winter. Denn Trail-Hoodies kommen zum Einsatz, wenn eine Softshell zu warm und ein Langarm-Trikot zu kalt ist. Die auch als „Crosslayer“ bezeichneten Teile sollen also nicht maximale Isolation bieten, weshalb die Wärmeleistung auch nicht in unsere Bewertung einfloss, sondern symbolisch über den Testbriefen dargestellt ist. Die Modelle von 7Mesh, Assos, Karpos, Poc und Scott sind auch in einer dedizierten Frauenvariante erhältlich, d

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