AUF DER STRADA…

4 min lesen

… del successo, also des Erfolgs, ist Moto Guzzi seit dem Erscheinen der V85 TT anno 2019 unterwegs. Damit das auch fürderhin so bleibt, wurde für 2024 die Palette mit einem Einstiegsmodell ergänzt und dank variabler Ventilsteuerzeiten fährt ab sofort sogar ein Hauch Hightech mit.

Autor: Stefan Glück stefan@motorradonline.deFotos: Moto Guzzi, © Francesco Vignali/ Moto Guzzi, Jörg Künstle

Moto Guzzi V85 Strada Dank einfacherer Ausstattung und Gussrädern ist die Strada vier Kilogramm leichter als die TT

Wie man heute weiß, hat die 2019 präsentierte V85 Moto Guzzi aus dem Tal der (Absatz-)Tränen geholt, und der Marke auch neue Käuferschichten erschlossen. Doch die V85 war bei aller Knuffigkeit nicht ganz ohne Schwächen. Besonders die Euro-4 Variante war mit einem deutlich spürbaren Drehmomenteinbruch zwischen 3000 und 4000/min geschlagen, was je nach Beladung und Streckenprofil mehr oder weniger deutlich den Fahrspaß trübte. Bei der Euro-5 Variante ab 2021 gelang es Moto Guzzi zwar, den Drehmomenteinbruch an dieser Stelle zum Preis von vier PS weniger Spitzenleistung deutlich zu minimieren, dennoch wirkte der Twin unter 4000/min latent lustlos.

Mit dem neuen Euro5+-Modell hat Guzzi sich des Problems erneut, und so viel sei hier schon mal verraten, durchaus mit Erfolg angenommen. Die Eingriffe in den Antrieb wurden gewissermaßen minimalinvasiv vorgenommen, Details siehe Kasten „Wie funktioniert die variable Ventilsteuerung?“ Zusätzlich ermöglichen jetzt Klopfsensoren die maximal mögliche Frühzündung. Auf diese Weise konnten sowohl das Drehmoment als auch die Leistung gegenüber der Vorgängerin von 82 Nm bei 5000/min und 76 PS bei 7500/min auf 83 Nm bei 5100/min und 80 PS bei 7750/min gesteigert werden.

Eine modifizierte, nunmehr mit drei Lambdasonden sowie rustikalen Schweißnähten bestückte Auspuffanlage rundet die motorseitigen Maßnahmen ab. Alle anderen Bauteile sowie das Getriebe blieben unverändert. Und tatsächlich: Im Fahrbetrieb agiert der Twin mit einer Bulligkeit, die man ihm von Anfang an gewünscht hätte. Er schiebt sogar im Sechsten ab 2000/min ohne Murren nachdrücklich an und drückt souverän und linear durchs Drehzahlband. So souverän, dass die Leistungsspritze ab 6500/min auf den engen Bergstraßen im andalusischen Hinterland ausschließlich der Chronistenpflicht wegen abgerufen wurde. Man darf gespannt sein, ob sich die glaubhaften Angaben auch auf dem Prüfstand bestätigen.

Auch optisch hat sich einiges getan: Sämtliche Verkleidungsteile sowie der nach wie