TEST KOMPAKT

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Michelin Anakee RoadDynamischer Adventure-Pneu

Michelins Anakee Road will die sportlichen Adventure-Fahrer bedienen
Fotos: Michelin

Das französische Reifenimperium Michelin drückt ihrer bekannten und beliebten Anakee-Reifenfamilie jetzt den Stempel der Sportlichkeit auf. Warum, mag der geneigte Adventure-Pilot nun fragen. Dabei liegt die Antwort beinahe auf der Hand: Adventurebikes haben längst ihre eigentliche Bestimmung als Reisemobile und Gelegenheitsoffroader abgelegt und werden sportlicher denn je. Deshalb wollten Michelins Anakee-Reifen bisher den Spagat zwi-

schen Gelände- und Straßentauglichkeit schaffen, doch ein reiner Straßenreifen ohne Offroad-Ambitionen für wuchtige Adventurebikes fehlte bisher im Portfolio der Franzosen. Diese Lücke schließt nun der Anakee Road.

Gesattelt auf einer Ducati Multistrada V4 wird schon auf den ersten Metern deutlich: Der Anakee Road will Kurven wetzen bis die Rasten schleifen. Nach einer kurzen Aufwärmphase klappt die dicke Multistrada spielerisch in Schräglage und giert förmlich nach tieferen Sphären. Michelins 2CT+-Konstruktion mit zwei unterschiedlichen Gummimischungen (hart in der Mitte, weich an den Flanken) macht es möglich. Der Anakee Road kitzelt aus der Ducati auch das allerletzte Quäntchen an Dynamik. Dank seiner Agilität begünstigt er leichtes Einlenken und schnelle Richtungswechsel. Zu Anfang sorgt dieses Fahrverhalten auf einem fetten Adventurebike für große Augen, denn eine solche Kurvengier kennt man von den hochbeinigen Mopeds in der Regel nicht. Trotzdem hält der Anekee Road satt und stabil die Linie. Laut Michelin soll die Nassperformance trotz sportlicher Ausrichtung auf hohem Niveau sein. Zum Beweis konnten wir auf bewässertem Asphalt Slalom fahren und aus hohem Tempo voll bremsen. Dabei gab der Pneu eine gute Figur ab. Ein richtiger Test auf regennasser Fahrbahn muss das aber noch bestätigen. mst

Selbst als 21-Zöller vorn macht der Pneu auf dynamisch

Alpinestars CorozalAdventure Stiefel

Wer die Corozal am 6.12. vor die Türe stellt, könnte den Nikolaus überfordern
Foto: Robert Glück

Adventuren oder „rumabenteuern“ ist gerade voll im Trend. In der Regel wird dann mit einer schwer bepackten Reiseenduro durch mehr oder weniger bevölkerte Gegenden gereist. Passend zu dieser Form des Reisens und Entdeckens bietet Alpinestars die Corozal genannten Adventure-Stiefel an. Diese sind zwar optisch und von der Schafthöhe her an Enduro- oder Crossstiefel angelehnt, tragen sich aber angenehmer als