Na, vielen Dank für die Blumen!

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Es ist wieder Frühling, die nervigste Jahreszeit für zirka 12 Millionen Menschen in Deutschland. Und jedes Jahr wird sie schlimmer, denn allergieauslösende Pollenmassen sind auf dem Vormarsch. So stoppst du sie

Text: RUFUS RIEDER, ERICA SWEENEY

Foto: YAROSLAV DANYLCHENKO/STOCKSY UNITED

Niesen, juckende Augen, Atembeschwerden – du könntest schwören, die Symptome waren noch nie so heftig wie in dieser Saison. Wahrscheinlich hast du Recht, denn laut Umweltbundesamt blühen Erle, Birke und Haselnuss immer früher und produzieren noch mehr Pollen. Mittlerweile ist es so, dass Pollenflug praktisch das ganze Jahr über stattfindet: Im November fliegen die letzten Gräser- und Brennnesselpollen durch die Luft, im Dezember tauchen dann bereits die ersten Haselnusspollen der neuen Saison auf. Schuld ist unter anderem der Klimawandel: Er verschafft den allergieauslösenden Pflanzenstoffen einen nie dagewesenen Boom. Seit 1990 ist die Pollenmenge um 21 Prozent gestiegen. „Ich arbeite seit mehr als 10 Jahren als Allergologin, und jedes Jahr scheint das schlimmste aller Zeiten zu sein“, bestätigt die US-Professorin Caroline Sokol von der Harvard Medical School in Boston. „Außerdem reagiert der Körper jedes Jahr stärker auf dieselben Allergene, was die Symptome zusätzlich verschlimmert.“ Die besten 6 Ansätze, um das Problem an der Wurzel zu packen, stellen wir hier vor.

1. Auf eine Allergie testen lassen

Manchmal ist es schwierig, die Symptome einer Virusinfektion, zum Beispiel einer Covid-Erkrankung oder einer Erkältung, von Merkmalen einer allergischen Rhinitis zu unterscheiden – das ist ein allergiebedingter Schnupfen. In beiden Fällen kommt es nämlich zur Entzündung der Nasenschleimhaut. Wer dabei auf Nummer sicher gehen will, sollte zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen.

2. Vorbeugen statt dauernd niesen

„Es ist deutlich leichter, eine Allergie zu verhindern, als sie zu behandeln, wenn sie schon ausgebrochen ist“, sagt Sokol. Wenn die Immunreaktion des Körpers in Gang gekommen ist, verschlimmern sich die Symptome, weil ein heftiger, obgleich sinnloser Abwehrkampf in der Schleimhaut stattfindet. Der Körper geht dabei auf die Pollen los, als wären sie Krankheitserreger. Weshalb das so ist, hat man noch nicht vollständig klären können. Sicher ist lediglich: Manche Menschen neigen zu Überempfindlichkeit, andere sind widerstandsfähiger.

3. Tür vor der Nase zuschlagen

Pollen kann man zwar kaum komplett aus dem Weg gehen, denn sie können kilometerweit fliegen und es gibt sie in Deutschland nahezu überall, in mehr oder weniger starker Konzentration. Die Belas

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