„Der SCHÖNHEITSWAHN regt mich ungemein auf“

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Schauspielerin Tanja Wedhorn verrät im MEINS-Interview, warum sie ihre Rollen so sehr liebt. Und warum sie sich nie einer Beauty-OP unterziehen würde

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Im Interview strahlte Tina Wedhorn vor guter Laune
FOTOS: SCHUMANN + STINGL/ROBA IMAGES, IMAGO (2)

Sie ist eine Frau, die mit ihrem Strahlen einfach gute Laune macht. Dieses Charisma mag auch ihren Erfolg mit den Serien „Praxis mit Meerblick“ und „Fritzie – Der Himmel kann warten“ erklären. Im Gespräch verrät uns Tanja Wedhorn (52) genauer, was es mit ihrer positiven Stimmung auf sich hat, welche Rolle ihr Mann dabei spielt und was selbst ihr ausnahmsweise Druck macht.

Meins: Sie sind demnächst wieder in „Praxis mit Meerblick“ zu sehen. Aber die Rolle, die Sie vermutlich in den letzten Jahren am meisten geprägt haben dürfte, ist die krebskranke Lehrerin in der Serie „Fritzie“. Wenn Sie sich mit der Tanja Wedhorn davor und danach vergleichen, was für Veränderungen stellen Sie da fest?

Tanja Wedhorn: Ohne dass es anmaßend klingt, aber mir ist unser aller Endlichkeit noch bewusster geworden – unabhängig von einer Krebserkrankung. Unsere Zeit hier ist begrenzt, und das habe ich durch „Fritzie“ noch deutlicher verstanden.

Inwieweit beeinflusst das Ihr Verhalten?

Ich versuche zu meiner Endlichkeit eine gute Einstellung zu bekommen und mir bewusst zu machen, wie gut es mir geht, und den Moment zu genießen und zu feiern und mich nicht über Dinge aufzuregen, die es nicht wert sind.

Sie haben in dieser Zeit zudem die 50 überschritten. Hat das auch einen Einfluss auf Ihre Sicht der Dinge?

Nein. 50 zu werden hat nur kurz gezwickt. Ich gehe im Grunde mit einer großen Dankbarkeit und Optimismus durchs Leben, auch wenn ich durch „Fritzie“ sicher noch mal sensibilisiert wurde, wie gnadenlos und unvermittelt sich alles ändern kann.

Dass Sie jetzt mehr Erfahrung haben,stimmt Sie vermutlich positiv?

Natürlich. Ich bin gelassener und weiß Dinge anders einzuschätzen. Ich nehme Vieles, über das ich mich früher aufgeregt hätte, jetzt häufig leichter. Das ist eine total schöne Entwicklung.

Kann man mit positivem Denken auch das Glück anziehen?

Bis zu einem gewissen Grad auf jeden Fall! Vor schlimmen Krankheiten schützt es aber nicht. Ich habe durch „Fritzie“ zu viele tragische Geschichten erzählt bekommen, wo Menschen durch den Krebs aus ihrem größten Glück gerissen wurden.

Legen Sie eigentlich nach einer so umwälzenden Erfahrung wie „Fritzie“ neue Maßstäbe an Ihre Rollen an?

Nein. Meine Nora Kaminski in „Praxis mit Meerblick“ gab es vorher schon und die gibt es weiterhin. Die mag ich unglaublich, an der halte ich fest, und die ARD auch. Wir werden schon sehr früh gefragt, ob uns die Ideen für die nächsten Bü