Was bedeuten uns WOCHENENDTRIPS?

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GENERATION WOW

Wandertour, Wellness oder Großstadtabenteuer – Hauptsache, raus! Kurz mal andere Luft schnuppern, Neues entdecken und die Leichtigkeit genießen

Es ist noch gar nicht lange her, dass ich Wochenendreisen für mich entdeckte. Und als ich von den Zielen in der Umgebung schwärmte, wie toll es ist, ohne Auto unterwegs zu sein, sich einfach drei vier Tage lang treiben zu lassen und sich eine Stadt oder eine Landschaft zu erwandern – da haben meine Freunde und auch meine Familie nicht schlecht gestaunt.

Lange konnte für mich kein Urlaub lang genug und das Ziel weit genug weg sein. Wenn der Geldbeutel es erlaubte. Noch heute sagt meine Tochter manchmal, dass sie ihre Sommerferien viel lieber auf dem Ponyhof verbracht hätte als durch Argentinien oder Thailand zu reisen. Aber sie findet es auch schön, andere Kulturen kennengelernt zu haben.

Früher brauchte ich die absolute Gegenwelt, um mich zu erholen. Und ich wollte möglichst viel von der Welt sehen. Heute sind mir lange Flugreisen zu anstrengend, und vor allem brauche ich öfter mal eine Auszeit. Da muss man mit seinen 30 Tagen Urlaub schon gut haushalten. Ein verlängertes Wochenende an der Nordsee oder ein paar Tage wandern im Chiemgau reichen schon, um den Akku wieder aufzuladen. Es gibt wirklich überall viel zu entdecken, das mache ich am liebsten allein. Ohne Rücksicht nehmen zu müssen, gehen, wohin der Wind mich weht. Wenn ich ganz bei mir bin, erhole ich mich am besten. Und wenn ich Gesellschaft brauche, finde ich immer jemanden, mit dem ich reden oder ein Stück wandern kann.

Fast so schön wie das Reisen ist ja das Planen. Ich mache gern Wellness-Trips, zumindest in Herbst und Winter. Zu entspannen, sich so richtig verwöhnen und es sich gut gehen zu lassen – ich liebe es! Da ist mein Mann gern mit von der Partie. Wenn ich allerdings ein Kulturwochenende einlegen oder einen Kurs besuchen will, dann zieht er nicht mit. Letztes Jahr habe ich zum Beispiel einen Schreinerkurs gemacht, damit ich meinen alten Sekretär restaurieren kann, das macht mir Spaß, und eine professionelle Aufbereitung vom Tischler ist viel zu teuer. Abgesehen davon, dass es bei uns gar keinen gibt, der das macht.

Ich sehe auch mehrmals im Jahr den Veranstaltungskalender nach Ausstellungen und Konzerten durch, dazu habe ich jetzt ja Zeit. Eine neue Stadt verbinde ich gern mit einem kulturellen Event, da reise ich dann oft mit einer Freundi