Bald brennen die Osterfeuer – schöne Tradition oder Umweltverschmutzer?

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Die Feuer wärmen – und erhitzen die Gemüter …

Claudia Rauscher (65), Ehrenamtliche
FOTOS: IMAGO/THORSTEN AHLF, PRIVAT (2)

Während unsere Welt immer schneller und moderner wird, finde ich es besonders schön, auch alte Bräuche und Traditionen zu bewahren. Als Christin sind Ostern und Weihnachten für mich zwei Feste, die zusammengehören. Die Geburt sowie die Auferstehung Jesu. Beim Osterfeuer genieße ich die Stille der Nacht. Mit Gläubigen jedes Alters um das Feuer zu stehen, zu beten und die Auferstehung mit dem Anzünden der Osterkerze zu feiern. Traditionen wie diese verbinden Menschen. Und anders als zum Beispiel Weihnachten, was hauptsächlich ein Familienfest ist, treffen beim Osterfeuer auch Freunde und Nachbarn zusammen. Ich werde in diesem Jahr gemeinsam mit meiner evangelischen Kirchengemeinde in Forchheim/ Oberfranken feiern.

Osterfeuer kennzeichnen für mich auch das Ende der dunklen Jahreszeit und den Beginn des Frühlings – denn auch die Natur erwacht wieder zum Leben.

Die Sorgen von Tier- und Umweltschützern kann ich natürlich verstehen. Aber statt Osterfeuer generell zu verbieten, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sorgsam ein Osterfeuer in einem Feuerkorb oder einer Schale richtig abzubrennen.

DIE SITUATION

Jedes Jahr zu Ostern stapeln sich auf Feldern große Reisighaufen. Schon die alten Ägypter entzündeten Feuer, um die Sonne auf die Erde zu locken und den Winter zu ver treiben. Dieser Brauch wurde später von den Christen fortgeführt. Doch das Osterfeuer sieht sich immer stärkerer Kritik von Tier- und Umweltschützern ausgesetzt.

Wir haben euch auf Instagram unter @generation_wow gefragt: „Besucht ihr Osterfeuer?“

36 % „Schlecht für Umwelt und Klamotten“

64 % „Osterfeuer sind ein toller Brauch“

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