Zwergflamingo

2 min lesen

TIER DER WOCHE

Schönheit auf langen Beinen

Sie sind die Exoten unter den Vögeln: Mit ihren auffällig rosa gefärbten Federn ziehen die hübschen Langbeiner alle Blicke auf sich

Nur in Gesellschaft fühlt sich der Flamingo so richtig wohl. Am liebsten hält sich die rosa Schönheit mit hunderten von Artgenossen an und in Salzseen auf. An diesen an sich unwirtlichern Lebensraum ist er bestens angepasst. Durch seine nackten, langen Beine macht ihm das ätzende, bis zu 70 Grad heiße Salzwasser nichts aus. Praktisch: Hier frisst dem Vogel kein anderer so schnell die Nahrung weg. Sein Futter filtert er sozusagen aus dem Wasser. Blaubakterien, Kieselalgen oder kleine Krebse bleiben in den borstigen Lamellen des Schnabels hängen, salziges Wasser oder Schlamm hingegen „spuckt“ er einfach wieder aus.

Der Zwergf lamingo ist zwar im Vergleich zu anderen Flamingoarten etwas kleiner, dafür ist aber sein Schnabel im Verhältnis länger. In Sachen Federkleid steht der Zwergf lamingo, der vorrangig in Afrika zu Hause ist, seinem „großen Bruder“ in nichts nach: Das Gefieder schimmert von Zartrosé bis

Die Farbe des Gefieders hängt vom Futter ab

Dunkelrosa. Verantwortlich für die Färbung sind rote Farbpigmente (Carotinoide), die z.B. in Krebsen enthalten sind. Je mehr der Vogel davon futtert, desto intensiver tönen sich die Federn. Bei den Flamingo-Küken dauert es allerdings ein paar Wochen, bis sich ihr graues Kindergewand rosa färbt.

Wie auch ihre Eltern lebt der Nachwuchs in großen Gruppen zusammen. Die sogenannten Krippen können mehr als 300.000 Küken umfassen! Am Geschrei des Babys erkennen die Eltern auch in der großen Masse ihr Kind und füttern es mit Milch, die sie im Kropf produzieren.

Die unten und am Rand schwarz gefärbten Flügel erreichen eine Spannweite von über einem Meter
Schicker Auftritt: In Salzseen stolzieren meist hunderte Flamingos gemeinsam

Ein regelrechtes Spektakel ist die Balz der Flamingos. Mit einem ballettartigen „Tanz“ buhlt eine Gruppe Männchen um die Gunst der Weibchen. Synchron nicken sie mit dem Kopf und schlagen mit ihren Flügeln. Der Aufwand lohnt sich: Hat sich eine Flamingo-Dame einen Partner ausgesucht, bleiben sie viele Jahre zusammen – manchmal sogar ein ganzes Leben lang.