Umstieg von der Fritzbox auf Unifi

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Vor rund eineinhalb Jahren übertrug ich die Verantwortung für das heimische WLAN auf Hard- und Software von Ubiquiti. Doch warum schickte ich die treu gediente Fritzbox dennoch nicht in Rente?

TEXT: STEFAN MOLZ

Wer kennt sie nicht, die Zimmerecke, in der sich die Netzwerk- und Smarthome-Hardware stapelt?

Der hiesige Markt dürfte Herstellern von Netzwerkhardware ein Graus sein, denn die Berliner:innen von AVM haben mit der Fritzbox das ultimative All-in-one-Gerät im Angebot. Die weiß-roten-Plastikboxen kombinieren DSL-, LTE-, Kabel- respektive Glasfaser-Modem, WLAN-Access-Point, DECT-Basis und mehr. Das drückt den Preis für das Komplettpaket, senkt den Stromverbrauch, vereinfacht die grundlegende Inbetriebnahme und sorgt für mehr Ordnung im Netzwerkschrank.

Sich in Sachen Heimnetzwerk auf etwas anderes als eine Fritzbox einzulassen, hat etwas vom sprichwörtlichen Gegen-den-Strom-Schwimmen. Ein gewisses Interesse an einer Fritzbox-Alternative war bei mir schon immer da, aus dem Angebot der AVM-Mitbewerber stachen dabei die Produkte von Ubiquiti heraus. Kein Wunder, denn Ubiquiti-Gründer Robert Pera gilt nicht nur als Verehrer der Arbeit eines gewissen Steve Jobs, sondern war auch zeitweilig bei Apple beschäftigt. Mit genug an dort getankter Apple-DNA übertrug Ubiquiti die Erfolgsformel Apples, nämlich etwas so Langweiliges wie einen Computer zu einem Designstück und Erlebnis zu machen, auf schnöde Netzwerkhardware. Egal, ob Ethernetswitch, WLAN-Access-Point oder Überwachungskamera: Die Geräte sehen toll aus und sind hochwertig verarbeitet. Und trotz der vielen in Software gegebenen Möglichkeiten in Funktion und deren Konfiguration ist zumindest die grundlegende Einrichtung und Wartung auch für Nichtprofis noch gut und einfach zu handhaben.

Mein ursprüngliches Set-up …

Eingestiegen bin ich in das Unifi-System Ende 2020 mit der Dream Machine. Das Gerät im Look eines kleinen R2D2 kombiniert die Unifi-Kernkomponenten. Das heißt aber auch, dass das Gerät zunächst einmal nicht viel mehr beziehungsweise sogar weniger kann als eine Fritzbox – und das auch noch ohne integriertes Modem. Überdies gingen mit an den Start: Ein Vigor 165 (ein VDSL-Modem von Draytek) sowie, hier darf gelacht werden, meine Fritzbox 6890. Letzteres, um unsere Festnetz-Telefone weiter verwenden zu können.

Da ich zudem mehr Clients kabelgebunden einbinden wollte, kamen je noch ein Ethernetswitch für all die Wohnzimmer-Technik und die Hardware im Arbeitszimmer hinzu. Ein weiterer WLAN-Access-Point sorgte ergänzend zum in der Dream Machine integrierten Access-Point

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