Das Alte Land im Blütenrausch

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Reise

Das Obstparadies bei Hamburg

BILDERBUCH-MOTIV Kirschbäume (links im Bild) tragen oft ab Ende April ihr Festkleid. Der Altländer Bauernhof schmückt sich mit Buntmauer-Fachwerk, Giebelzierde und Reetdach
SCHÄFCHEN ZÄHLEN Beim Wandern auf dem Deich trifft man schon mal auf die tierischen Rasenpfleger
WÄCHTER AM ELBDEICH Ein Leuchtturm bei Lühe und vorbeiziehende Schiffe sorgen für maritimes Flair
GRUPPENBILD Festtracht, Äpfel und die Brauttür links – so macht das Alte Land gute Laune!
Fotos: AdobeStock/powell83, DELIUS KLASING, Gemeinde Jork/Fritz Christophel, HUBER IMAGES (4)

Die zarten Dolden der Kirschbäume, dufte Apfelblüten, dazu die Pastell-Tupfer von Birnen- und Pf laumenbäumen – himmlisch! Jetzt verwandelt sich das Alte Land wieder in ein riesiges Blütenmeer. Wann genau das Naturschauspiel zu sehen ist, zeigt das Blütenbarometer (www.bluetenbarometer.de). Fix ist dagegen das Blütenfest in Jork: Gefeiert wird es am ersten Maiwochenende mit Krönung der Blütenkönigin, Korso, Musik, Tanz und 60 Ständen, die mit Kunsthandwerk, Obstler, Saft, Bratwurst oder Bratfisch locken.

Blühender Obstgarten der Nation

Ab Jork radeln wir auf der Obstroute in zwei Schleifen durch Nordeuropas größtes Obstanbaugebiet, in dem zu 90 Prozent Äpfel heranreifen. Für Abwechslung sorgen die Elbe-Nebenf lüsschen Lühe und Este. Am Lühe-Anleger wittern wir Nordseeluft und strampeln mit den Ozeanriesen um die Wette, vorbei an Hollern-Twielenf leth mit seinem Leuchtturm und der Mühle Venti Amica. Fachwerk kirchen und die hübsche Hogendiekbrücke verströmen holländisches Flair. Tatsächlich: Nicht nur den Namen verdankt das „Olland“ den Niederländern: Im Mittelalter legten die Entwässerungsexperten Deiche und Gräben an und nannten das schon urbar gemachte Gebiet „Altes Land“. Selbst das Buntmauer-Fachwerk der reetgedeckten Bauernhäuser und die Schmuckgiebel sollen holländisches Erbe sein. Sie zählen mit i