Gesundes Haar dank Kräuterkraft

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In Pflanzen stecken viele wertvolle, medizinisch wirksame Substanzen. Darunter befinden sich auch Inhaltsstoffe, von denen die HAARPRACHT IN DEN WECHSELJAHREN PROFITIEREN KANN

Dank einer regenerierenden Haarspülung und einer Tinktur für die Kopfhaut wächst das Haar wieder voll und schön glänzend nach
Fotos: Shutterstock (4), Guido Ohlenbostel / BILD der FRAU, iStock (2), Thinkstock

Wie viel Haarverlust ist normal?

Das darf doch nicht wahr sein! Jeden Morgen bleiben beim Kämmen erschreckend viele Haare in der Bürste zurück. Wenn das so weitergeht, sind statt Wallemähne bald Geheimratsecken angesagt. Während Männer sich manchmal schon ab einem Alter von 20 Jahren mit Haarausfall herumschlagen müssen, trifft es Frauen meist erst in den Wechseljahren.

Jede Zweite lässt in der Menopause Haare – und zwar deutlich mehr als die 100 pro Tag, die als normal gelten. Dafür verantwortlich ist der veränderte Hormonhaushalt. Denn der sinkende Östrogenspiegel bremst das Haarwachstum. Gleichzeitig treten mehr männliche Hormone, sogenannte Androgene, auf den Plan. Sie hemmen nicht nur das Wachstum, sondern schädigen auch die empfindlichen Wurzeln der Haare. Was lässt sich dagegen tun?

Gegen alles ist ein Kraut gewachsen

Die Kräuterexpertin und Haartherapeutin Anita Ficht sagt, dass sie den betroffenen Frauen helfen kann: „Ich bin überzeugt, dass gegen jedes Leid ein Kraut gewachsen ist.“ Die gelernte Friseurin experimentierte schon früh mit Kräutern, um die Haare ihrer Kundinnen wieder gesund und kräftig aussehen zu lassen.

In der Schweiz ließ sie sich zur Haartherapeutin ausbilden. Heute bewirtschaftet sie in Voesch bei Kempen am Niederrhein einen 3500 Quadratmeter großen Kräutergarten. Dort pflanzt sie alles an, was sie braucht, um ihre eigenen Tinkturen, Packungen und Sude anzusetzen. Wer mehr über Heilpflanzen wissen möchte, kann bei Anita Ficht einen Kräuter-Führerschein machen. Das 2-tägige Seminar kostet 210 Euro. Kontakt: info@anitaskraeuter-rosengarten.de

Anita Ficht Die ehemalige Friseurin aus Kempen ist Kräuter-Expertin und ließ sich in der Schweiz zur Haartherapeutin ausbilden

Rosmarin ist der beste Freund der Haare

Heilpflanzen haben gegenüber synthetisch hergestellten Mitteln mit nur einem Wirkstoff einen großen Vorteil: Mit ätherischen Ölen, Flavonoiden, Gerbstoffen, Phytosterolen, Saponinen und vielen weiteren Substanzen bieten sie ein breites Wirkspektrum. Das heißt, sie setzen an vielen Prozessen im Körper an. Ein Klassiker für die Behandlung von Haarausfall ist Rosmarin. Seine Wirkung ist leicht zu erklären: Rosmarinöl regt die Durchblutung an, auch die der Kopfhaut. Das sorgt wiederum dafür, dass die Haarfollikel ausreichend mit Blut und Nährstoffen versorgt werden.

Dies bewahrt sie vor dem Absterben und Frauen vor dem Verlust ihrer Haarpracht.