Günstiger Falter

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Motorola verspricht mit dem Razr 40 ein kompaktes Falt-Phone, das kein halbes Vermögen kostet. Wie viele Kompromisse muss man dafür eingehen? Unser Test zeigt es.

Andreas Seeger

Besser als Glas Die strukturierte Kunstlederrückseite überzeugt auf ganzer Linie. Das Material ist sehr griffig, unempfindlich gegen Fingerabdrücke und sieht richtig gut aus.

Das Motorola Razr 40 ist das jüngste kompakte Foldable auf dem Markt. Anfangs für 899 Euro angeboten, liegt der Straßenpreis inzwischen bei etwa 650 Euro. Der einzige ernst zu nehmende Konkurrent, Samsungs Galaxy Z Flip 5 (Test in connect 11/2023), kostet derzeit noch mehr als 800 Euro. Dessen Vorgänger Flip 4 liegt preislich auf Augenhöhe mit dem Razr 40. Unser Test soll auch die Frage beantworten, ob Samsungs Vorjahresmodell vielleicht sogar die bessere Wahl ist, wenn man ein kompaktes Foldable für einen guten Preis sucht.

Kunstleder voll im Trend

Das Razr 40 wird in den Farben Sage Green, Vanilla Cream und Summer Lilac verkauft, alle drei Varianten haben eine Kunstlederrückseite. Die weiche Oberfläche fühlt sich richtig gut an und hat gegenüber Glas einige Vorteile: Das Phone liegt rutschfest auf dem Tisch und in der Hand und absorbiert leichte Stöße viel besser, zudem haben Fingerabdrücke keine Chance. Wir tippen darauf, dass künftig immer mehr Hersteller dieses Material verwenden werden. Damit ist auch ein wichtiger Unterschied zu Samsung genannt, denn die Koreaner setzen weiter auf die klassische Glasrückseite.

Zugeklappt trägt das Razr 40 mit knapp 16 Millimetern viel dicker auf als ein normales Smartphone, weil es aber nur halb so hoch ist, verschwindet es trotzdem leicht in der Hosentasche. Es ist genauso groß wie das Schwestermodell Razr 40 Ultra (Test in connect 10/2023), von dem es auch den Rahmen aus gehärtetem Aluminium und die sehr gelungene Scharnierkonstruktion übernimmt. Ober und Unterseite liegen bündig aufeinander, beim Aufklappen wackelt nichts, außerdem ist der Falz kaum noch sichtbar oder spürbar. Trotzdem: Samsungs Flip 5 wirkt beim Aufklappen noch einen Tick stabiler. Samsung hat auch beim Wasserschutz die Nase vorn: Während das Flip 5 mit IPX8 sogar einen Untertaucher verträgt, ist das Razr 40 mit IP52 nur gegen Tropfwasser geschützt. Der Fingerabdrucksensor ist seitlich in der Powertaste integriert und macht einen guten Job.

Außen mini, innen XXL

Der sichtbarste Unterschied zum Razr 40 Ultra ist das Außendisplay, das auf 1,5 Zoll und eine Auflösung von 194 x 368 Pixel schrumpft. Für



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