In der ersten Reihe

6 min lesen

Laser-TVs stehen praktisch direkt vor der Bildfläche und erschaffen riesige TV-Erlebnisse wie aus dem Nichts. Beamerspezialist Epson kombiniert auch in der etwas günstigeren Variante unverwüstliches Laserlicht mit drei LCD-Chips.

Roland Seibt

Erst vor Kurzem hatten wir die Vorzüge von Epsons 3LCD-Technik beim Test des Laser-TVs EH-LS800 würdigen können, da schiebt der Hersteller schon sein 1000 Euro günstigeres Modell nach. Das liefert im Labortest sogar eine höhere Spitzenhelligkeit.

Alternative zum Riesen-TV

Bei den äußerst dezenten Geräten handelt es sich technisch gesehen um Ultrakurzdistanzprojektoren. Wie der Name erwarten lässt, stehen sie möglichst nah an der (Lein-)wand und werfen ihr Bild in unglaublich spitzem Winkel hoch. Das Objektiv des Epson EHLS650 ist dabei ausgelegt, Bilddiagonalen zwischen 60 und 120 Zoll zu generieren, ist also deutlich variabler als so mancher Mitbewerber, der sich auf exakt eine bestimmte Größe festlegt. Im Gegensatz zu anderen bietet der Epson eine manuelle Fokusregelung, der „Zoomfaktor“ wird durch den Abstand zur Bildfläche definiert. Hier wird Epsons Angabe aus den technischen Daten „40 cm Abstand zur 77-Zoll-Leinwand“ vom Lichtaustritt gemessen und nicht von der Hinterkante des Gehäuses. Epson bietet in Ergänzung noch einen digitalen Zoom, doch dann werden die LCD-Chips ja nicht in voller Auflösung genutzt. Wir haben den EH-LS650 an mehreren hübsch geraden Wänden, unserer Tension-Leinwand im Testkino und dem Stewart-Rückpro-Screen unseres Labors betrieben, und stets erfolgten Aufstellung sowie Justage schnell und präzise. Wie bei Laser-TVs üblich, entscheiden wenige Millimeter Verschiebung in Höhe oder Position über ordentliche Shifts auf der Leinwand. Epsons Dreipunkt-Aufstellung mit zwei justierbaren Füßen leistete gute Arbeit. Daher mussten wir gar nicht mal die Trapezkorrektur der Eckpunkte in Anspruch nehmen – genauso wenig wie die vollautomatische Vielpunktkalibration, die man mithilfe eines Smartphones durchführen kann. Auch die optionale Farbanpassung an moderat kolorierte Wandtöne konnten wir uns sparen.

Mit ordentlich Laser-Power

Schon die ersten Versuche, unsere Messgeräte in den Lichtweg des Beamers zu setzen, lieferten erstaunliche Ergebnisse.

Laut Datenblatt sollte man vom Epson 3600 Lumen Lichtstärke erwarten können, rund zehn Prozent weniger als sein großer Bruder ausspuckt. An der unteren Bildmitte lieferte unser Testmuster allerdings weit über 5000 Lumen, im grünstichigen Dynamikmodus gar fast 70











Dieser Artikel ist erschienen in...

Ähnliche Artikel

Ähnliche Artikel