KINDER, SEID IHR ALLE SMART?

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Wir haben die digitale Spielzeugkiste geöffnet und smarte Produkte für Kinder unter die Lupe genommen. Für fast jede Altersklasse hält der Markt Gadgets und Apps bereit – zu Recht?

Corinna Ingenhaag

Es scheiden sich die Geister: Sollen die Kleinen den Umgang mit smarten Produkten schon früh lernen, oder ist es doch besser, sie so lange wie möglich aus der digitalen Welt fernzuhalten? Die Antwort darauf müssen sicherlich alle Eltern für sich selbst finden. Wir haben einen Blick darauf geworfen, welche kindgerechten Gadgets der Markt bietet und ob sie halten, was sie versprechen.

Die meisten Kinder-Gadgets, die uns im Test begegnet sind, setzen auf die Vorgehensweise „Ohne Fleiß, kein Preis“. Das bedeutet, es müssen erst Lern-Aufgaben absolviert, Schritte gesammelt oder Lese-Übungen durchgeführt werden, bevor die Kleinen Spiele, Serien oder Hörbücher konsumieren dürfen. Die erzieherischen Maßnahmen übernimmt die App. Praktisch – so gibt es keine Diskussion. Doch nicht nur beim Lernen oder der Bewegung sollen smarte Gadgets die Kinder und Eltern unterstützen – auch beim Einschlafen oder dem Zähneputzen naht die App als Supernanny.

Es ist nie zu früh für eine smarte Lösung – oder doch?

Schon von Geburt an stehen Eltern diverse App-gesteuerte Produkte zur Verfügung, die das Leben mit Baby einfacher, sicherer und noch schöner machen sollen. Der Klassiker ist hier wohl das Babyphone, das per App steuerbar ist. Es braucht also keine zweite Einheit, die die Eltern mit sich herumtragen, wie es bei klassischen Babyphones der Fall ist. Das Smartphone ist mit der Wi-Fi-Kamera im Kinderzimmer gekoppelt und gibt via App Bescheid, wenn das Kind weint oder nach den Eltern ruft. Der Vorteil ist dabei selbstverständlich die Reichweite – denn wenn die Kommunikation zum Smartphone via Wi-Fi funktioniert, ist es theoretisch überall möglich, die Videos vom Babyphone einzusehen – das kann hilfreich sein, wenn zum Beispiel die heimische Terrasse nicht mehr im Empfangsbereich klassischer Lösungen liegt.

Doch hier ist natürlich noch lange nicht Schluss mit den vernetzten Gadgets für die ganz Kleinen. So bietet der Hersteller Owlet zum Beispiel smarte Socken, die die Sauerstoffversorgung und die Herzfrequenz des schlafenden Nachwuchses messen und via App an die Eltern weitergeben. Weichen die Messwerte von der Norm ab, gibt es eine Push-Nachricht auf das Smartphone.

Das Thema Schlaf ist zwangsläufig generell ein viel besprochenes unter Eltern – besonders mit Babys im Haus. Spezielle Schlaftrainer möchten das verbreitete Übel des schlechten Schla

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