Wir atmen unsgesund

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Staub, Viren, Bakterien – unsere Lunge ist vielen Belastungen ausgesetzt. Dafür hat sie eine extra Portion Aufmerksamkeit und Pflege verdient

Klare Winterluft ist gut für die Lunge. Wer draußen Sport treiben möchte, sollte bei Kälte aber behutsam trainieren.

Tag und Nacht, ohne Pause, und ohne dass wir darüber nachdenken: Unsere Lunge ist immer im Einsatz. Dabei erbringt sie Höchstleistungen: 20 000 Liter Luft strömen täglich durch die Atemwege – die Füllmenge eines Heißluftballons!

Mit der Zeit geht diese Menge etwas zurück, da die Zahl der Lungenbläschen im Laufe der Jahre abnimmt und das Lungenvolumen sinkt: Bei 65-Jährigen ist es rund 20 Prozent geringer als bei 20-Jährigen. Doch man kann diesen Prozess verlangsamen, die Lunge bei der Abwehr von Schmutz und Keimen unterstützen und ihre Funktion verbessern, wie Lungenfacharzt Dr. Martin Ehlers in seinem Buch „Neustart für die Lunge“ (riva Verlag, 20 Euro) schreibt. Hier stellen wir seine besten Tipps zum gesunden Atmen vor.

AB IN DEN WALD!

Im Wald herrscht ein spezielles Klima. Bäume und Pflanzen filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft, sie ist dadurch bis zu 90 Prozent reiner als in der Stadt.

Zudem produzieren Fichte, Tanne & Co. Botenstoffe, sogenannte Phytoncide, um sich vor Bakterien und Schädlingen zu schützen. Diese natürlichen Abwehrstoffe nehmen wir in unsere Lunge auf, sie eliminieren dort Bakterien und bekämpfen Tumorzellen. Unternehmen Sie so oft wie möglich (am besten täglich) einen Waldspaziergang. Das stärkt die Lunge und den ganzen Organismus!

AUSDAUER HABEN

Nordic Walking oder Radfahren kräftigt die Lunge, da Atemvolumen und -tiefe zunehmen sowie die Atemfrequenz steigt. Bei ausdauernden Aktivitäten (idealerweise an drei Tagen in der Woche jeweils 30 Minuten) werden auch jene Bereiche in der Lunge, die bei einer Ruheatmung nur wenig beteiligt sind, von Luft durchströmt. Dieses verstärkte, tiefe Atmen reinigt die Bronchien. Die angenehme Folge: Das Risiko für Asthma, Bronchitis und auch Lungenentzündungen sinkt.

RECKEN UND STRECKEN

Unserer Lunge zuliebe sollten wir – wenn möglich – morgens und abends ein paar öffnende Übungen durchführen. Denn: Wer sich zwischendurch reckt und streckt, öffnet seinen gestressten Brustkorb und verschafft seiner Lunge so mehr Platz zum Atmen. Gut geeignet sind Yoga-Übungen, zum Beispiel das Kamel: Mit aufrechtem Oberkörper hinknien und langsam mit beiden Händen nach hinten greifen. Dabei den Oberkörper absenken. Mit be

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