(Neu-)Start mit dem Raspberry Pi 5

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RASPBERRY PI

Der brandneue Raspberry Pi 5 mit seiner starken Leistung lockt so manchen Neu- und Wiedereinsteiger. Wir helfen bei den ersten Schritten und zeigen, wie Sie mit dem Pi sofort loslegen und Fallstricke vermeiden

FOTOS: HERSTELLER

Kein anderer Bastelrechner ist so beliebt wie der Raspberry Pi. Die Community rund um den Mini hat Zigtausende Projekte veröffentlicht und im Internet gibt es jede Menge Software. Zudem sind Dokumentation und Support durch die Raspberry Pi Foundation und die internationale Entwicklergemeinde geradezu vorbildlich. Es spricht also alles dafür, es selbst einmal auszuprobieren.

Neuer Pi mit deutlich mehr Power

Das gilt umso mehr, als der Raspberry Pi 5 gerade erschienen ist (siehe CHIP 12/2023, Seite 20). Er bietet dank seines neuen System-on-a-Chip (SoC), dem BCM2712 von Broadcom, ein sattes Leistungsplus im Vergleich zum Pi 4. Nach unseren Messungen ist es die 2,3-fache Rechenpower. Das ist ein gewaltiger Sprung und verlockt dazu, den Pi 5 als Desktop-PC einzusetzen. Doch der neue Pi ist nicht nur schneller, sondern hat auch die deutlich performantere Peripherie. So gibt es nun etwa USB 3.2 und sogar eine PCIe-2.0-Schnittstelle. Dennoch ist der Pi 5 natürlich voll abwärtskompatibel. Das gilt für die 40 Pins der GPIO-Leiste ganz genauso wie für Kamera und Display – für die man allerdings nun ein Adapterkabel benötigt. Softwareseitig dient Raspberry Pi OS in der Version 12 (Codename „Bookworm“) als Basis, das wiederum eine speziell angepasste Version von Debian ist. Damit ist ebenfalls Kontinuität gewahrt und man kann Code und Software für frühere Pi-Modelle meist problemlos weiterverwenden.

Die hier erwähnte Software1 finden Sie auf der virtuellen CHIP-DVD c in der Rubrik RASPI5, Hinweise zur vDVDNutzung auf Seite 144

Hardware-Vorbereitungen

Den Raspberry Pi 5 gibt es mit 4 und 8 GByte RAM bei den bekannten Versandhändlern wie buyzero.de, conrad.de, voelkner.de oder welectron.com. Da die Verfügbarkeit noch zu wünschen übrig lässt, verlangen die Händler jedoch teilweise einen ordentlichen Aufschlag. Für die von der Pi Foundation avisierten 75 Euro für das 8-GByte-Modell bekommt man ihn derzeit nicht. Wir empfehlen daher vor dem Kauf eine Preisrecherche. Wie seine Vorgänger wird der Pi 5 in einer winzigen Verpackung ausgeliefert. Darin befindet sich nichts weiter als die Platine. Um den Mini-Rechner zu betreiben, ist also zusätzliche Hardware erforderlich (siehe Kasten rechts). Für diese müssen Sie aber nicht unbedingt Geld ausgeben, denn vieles haben Sie vielleicht schon zu Hause. Für den Desktop-Betrieb ist in allererster Linie ein Monitor notwendig. Da der Pi 5 zwei Micro-HDMI-Ports besitzt, benötigen Sie meist ein Adapterkabel MicroHDMI auf HDMI oder Display Port. Im Handel kosten diese ab zehn Euro.

Vorbereiten der MicroS

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