Schnelle Hilfe für die Gelenke

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Jetzt wollen wir uns möglichst viel draußen bewegen. Was wir tun können, damit das klappt

Radfahren hält die Gelenke in Bewegung, ohne sie zu stark zu belasten. Das wirkt Schmerzen entgegen
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Ausgedehnte Radtouren, lange Spaziergänge und Gartenarbeit – all das macht derzeit richtig Spaß. Fährt uns jedoch ein stechender Schmerz in Knie, Rücken, Hüfte oder Schulter, sind wir eher geneigt, uns zu schonen. Das ist aber alles andere als hilfreich – vor allem für Menschen mit Arthrose. Der Knorpelverschleiß betrifft rund fünf Millionen Deutsche. Am häufigsten sind die Knie betroffen – Mediziner sprechen dann von Gonarthrose. Das Problem: Schonen wir schmerzende Gelenke zu sehr, kann das den Abbauprozess des Knorpelgewebes noch verstärken.

Rechtzeitiges Behandeln ist wichtig für den Erfolg

Schon bei den ersten Anzeichen wie Steifheit oder Schwellungen an einem Gelenk sollten Betroffene zum Arzt gehen. Denn unbehandelt kann eine Arthrose voranschreiten.

Ein wichtiger Teil der Therapie: Bewegung! Nur ein aktiver Gelenkknorpel wird ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Studien zeigen, dass Bewegung zudem die Schmerzhäufigkeit und -stärke verringert. Gut geeignet sind moderate Aktivitäten wie Radfahren, Walking oder Schwimmen.

Die Ernährung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei Arthrose. So wirken etwa Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend. Gute Quellen dafür sind z. B. Leinöl, Walnüsse und fette Seefische wie Makrele, Hering und Lachs. Blaubeeren, Äpfel und Tomaten liefern weitere Stoffe, die Entzündungen vorbeugen. Wichtig für die Knorpelbildung sind Vitamin C (Paprika, Zitrusfrüchte), Vitamin K (Spinat, Brokkoli) und Mangan (Haferflocken, Nüsse).

Tritt trotzdem keine Besserung ein, setzen Mediziner oft auf Cortison-Spritzen, um die akuten entzündlichen Prozesse im Gelenk zu stoppen. Es besteht jedoch das Risiko, dass das dem Knorpel sogar schadet: Zwei aktuelle US-Studien haben ergeben, dass Injektionen mit Glucocorticoiden das Fortschreiten der Arthrose beschleunigen können. Eine Alternative bei leichter bis mittelschwerer Arthrose ist die sogenannte ACP-Therapie. Die Abkürzung ACP steht für autologes konditioniertes Plasma, eine speziell aufbereitete Form des Eigenbluts.

Es wird in der Schmerztherapie eingesetzt, vor allem zur Behandlung von Beschwerden durch Gelenkabnutzung (Arthrose), Knorpelverschleiß sowie bei degenerativen Sehnenverletzungen (Tennisarm

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