Die goldene Mitte?

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Vergleichstest · Kompakt-SUV

Die ersten zwei Tiguan-Generationen waren so etwas wie eine Benchmark der Kompakt-SUV-Klasse: gut geschnitten, erwachsen hinter dem Lenkrad und angemessen eingepreist. Jetzt tritt Generation Nummer drei an – hier gegen Mazda CX-5 und Mercedes GLB

FOTOS Frank Ratering
Teilanaloge Instrumente und klassische Klimabedienung – sehr angenehm

Mazda

Connectivity

Der Skyactiv-D 184 startet in der „Ad’vantage“-Ausstattung und fährt so bereits mit 10,25-Zoll-Touchscreen, Dreh-Drück-Steller und Head-up-Display vor. Das Infotainmentsystem ist in Gestaltung und Funktionsumfang recht einfach gehalten, was die Bedienung erleichtert. Der Bildschirm sitzt blickgünstig auf dem Armaturenbrett – gut, wenn man mit dem Dreh-Drück-Steller durch die Menüs scrollt. Navigiert wird über das System selbst oder alternativ mittels kabellosem Android Auto respektive Apple Car-Play. Auch eine induktive Ladeschale spendiert Mazda seinem SUV ohne Aufpreis. Ein Bose-Soundsystem gibt es nur für die teurere Exclusive-Line oder die „Takumi“-Ausstattung.

Enttäuschender Sitzkomfort, da Seitenhalt und Beinauflage knapp ausfallen
Der Dreh-Drück-Steller und einfache Menüs erleichtern die Bedienung
So simpel kann man die Variabilität gestalten: Rückbank-Fernentriegelung
Der Mazda-Motor kann in puncto Fahrleistungen und Effizienz nicht mithalten
Das nicht mehr deaktivierbare ESP regelt fein und hält den CX-5 sicher in der Spur

Dieselnde Kompakt-SUV mit Allradantrieb sind so etwas wie die automobilen Alleskönner schlechthin – driften aber zunehmend in preisliche Dimensionen ab, die sich ein Großteil der Bevölkerung nicht mehr leisten kann oder will. Der VW positioniert sich mit seinem Grundpreis zwischen dem günstigen Mazda und dem teuren Mercedes. Rund 50.000 Euro für den Tiguan 2.0 TDI 4Motion müssen aber erst einmal mit guten Argumenten unterfüttert werden. Tiguan eins und zwei waren Paradebeispiele für gut gemachte und im Alltag sehr umgängliche Autos – nie wirklich günstig, aber ihren Preis wert.

Gelingt der Talente-Transfer zu Generation drei, oder sind die soliden Vorgänger eine zu große Bürde für den jüngsten Wurf? Der Mazda hält mit seiner über Jahre kultivierten Ausgereiftheit dagegen, und der frisch geliftete Mercedes war schon für zahlreiche Konkurrenten eine harte Nuss in Vergleichstests.

Karosserie

Der neue Tiguan ist eine imposante Erscheinung, obwohl effektiv nur um drei Zentimeter in der Länge gewachsen. Die hoch aufragende Front und eine gestreckte Silhouette rücken das SUVoptisch in Richtung Touareg. Das rundliche Design ist Geschmacksache, beschert dem Tiguan aber einen auf 0,28 verbesserten c W -Wert. Glücklicherweise geht die optimierte Aerodynamik nicht zu Lasten des Platzangebots. Im Gegenteil: Der VW verwöhnt

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