Besser in allen Belangen

2 min lesen

Fahrbericht · Porsche Taycan Turbo S Cross Turismo und Turbo GT

Der aktualisierte Porsche Taycan Turbo S Cross Turismo setzt neue Bestmarken bei Power, Ladeleistung, Dynamik sowie Komfort und mobilisiert bis zu 700 kW / 952 PS

Neu gestaltete Frontschürze, modifizierte Kotflügel, schmale Leuchten

Nicht dass der Taycan zu schwach gewesen wäre. Doch damit er an der Spitze des Segments bleibt, haben sie bei Porsche nochmal nachgelegt – und zwar kräftig. Das bisherige Topmodell Turbo S stand mit maximal 560 kW (761 PS) im Boost-Modus bereits ausgesprochen gut im Futter. Aber der überarbeitete Stromer hat nun den neuen PSM-Motor aus dem Macan an der Hinterachse und liefert neuerdings eine Systemleistung von 570 kW (775 PS) – dauerhaft. Für spontane Zwischenspurts verfügt der Turbo S zudem über eine Push-to-pass-Funktion, die per Tastendruck auf den Modus-Regler für zehn Sekunden weitere 70 kW (95 PS) freisetzt. Noch nicht genug? Ist die Launch Control aktiv, wird die Leistung kurzfristig sogar auf 700 kW (952 PS) geboostet und ermöglicht schier irrsinnige Katapultstarts: So schießt der Cross Turismo in nur 2,5 s aus dem Stand auf 100 km/h, 200 sind in 7,9 s erreicht, und die Spitze beträgt 260 km/h. Wem das immer noch nicht reicht, der sollte sich den Turbo GT (siehe rechts) näher ansehen.

Unverändertes Layout, aber mehr Funktion. Optional mit Beifahrer-Display

Mehr schafft keiner: bis zu 320 kW Ladeleistung

Aber der neue Taycan gibt nicht nur mehr Leistung ab, er nimmt auch höhere Ladeleistungen auf. Bis zu 320 kW sind möglich – und das zudem in einem deutlich breiter gefassten Temperatur-Bereich des Akkus. Die Batterie hat dank geänderter Zellchemie eine höhere Energiedichte und kommt auf eine Nutz-Kapazität von 97 kWh. Das ergibt eine WLTP-Reichweite von fast 600 km. Geht der Saft zur Neige, lädt der Akku am HPC-Lader in 18 Minuten wieder von zehn auf 80 Prozent auf. Übrigens: Die Rekuperationsleistung beträgt maximal 400 kW.

Das Standard-Fahrwerk im neuen Taycan ist eine Zwei-Kammer-Luftfederung mit adaptiver Zwei-Ventil-Dämpfung, die ein spürbar geschmeidigeres Abrollen ermöglicht und zugleich für eine enorme Querdynamik garantiert. Optional bieten die Stuttgarter zudem ein neuartiges aktives Fahrwerk an. Dieses arbeitet mit einer Ein-Kammer-Luftfeder und aktiven Zwei-Ventil-Dämpfern, die in Sekundenbruchteilen die erforderlichen Volumenströme bereitstellen. Doch der von uns gefahrene Turbo S fühlt sich dadurch keineswegs entkoppelt an, sondern überzeugt mit einem sanften Anfedern auf Fugen und Dellen. Bodenwellen hingegen gleicht das Fahrwerk fast vollständig aus und bewahrt die Passagiere vor unangenehmer Schaukelei.

Selbst heftige Kuppen lassen das Auto kaum aus den Federn gehen, bzw. nach dem Überfahren tief eintauchen. Es herrscht durchweg Ruhe im Aufbau, was besonders die Beifahrer schätzen werden. De

Dieser Artikel ist erschienen in...

Ähnliche Artikel

Ähnliche Artikel