Chiptuningfür den Sound

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Deutliche Klangverbesserungen, ohne ein einziges Kabel zu durchtrennen: Wer mit der Wiedergabe seines Sound-Systems nicht zufrieden ist, für den gibt es inzwischen clevere Möglichkeiten zum Upgrade, ohne gleich das halbe Auto umbauen zu müssen. Wir haben mit Auto-Hi-Fi-Experten gesprochen und stellen Tipps für acht verschiedene Hersteller vor.

Text: Dirk Gulde

Wer Musik liebt und viel im Auto unterwegs ist, für den ist eine gut klingende Auto-Hi-Fi-Anlage quasi ein Muss. Wo sonst lässt sich so ungestört und intensiv Musik genießen wie auf einer langen Autofahrt – am besten allein, wenn keine Mitfahrer in die Songauswahl hineinreden oder sich beschweren, falls es zwischendurch auch mal etwas lauter werden sollte.

Allerdings sind die akustischen Voraussetzungen in einem Auto-Innenraum alles andere als ideal: Lautsprecher, die in unterschiedlichen Abständen und aus verschiedenen Richtungen abstrahlen, stehen einem harmonischen Klangbild ebenso im Wege wie die gegensätzlichen Materialien im Innenraum. Im oberen Bereich ref lektieren Glasscheiben Teile der abgegebenen Frequenzen, während untenrum Polster und Teppiche absorbierend wirken. Was dann am Ohr des Fahrers ankommt, hat mit Hi-Fi oft nicht mehr viel zu tun. Immerhin sind für die meisten Automodelle gegen Aufpreis Soundsysteme erhältlich, die mit mehr Lautsprechern und Verstärkerleistung ausgestattet sind und meist deutlich besser klingen als die Basis-Systeme.

Kein optimaler Klang

Passionierte Musik-Fans werden jedoch selbst mit dem Klang vieler Soundsysteme nicht glücklich, da bei deren Abstimmung zahlreiche Kompromisse gemacht werden mussten: So legen Autohersteller den Fokus der Sound-Justage oft auf eine transparente Sprachverständlichkeit auf allen Sitzplätzen. Eine Vorgabe, die dem optimalen Musik-Klang auf dem Fahrersitz eher im Wege steht. Darüber hinaus werden Soundanlagen parallel zum Auto entwickelt und dann jahrelang unverändert eingebaut. Das Dynaudio-Soundsystem in einem Golf 7, der 2012 auf den Markt kam, hat technologisch gesehen also schon deutlich mehr als zehn Jahre auf dem Buckel, in denen sich in Sachen Digitaltechnik viel getan hat. Käufer von gebrauchten Fahrzeugen haben ohnehin keinen Einf luss darauf, ob der Erstbesitzer ein Soundsystem hinzugebucht hat oder nicht. Darüber hinaus waren in den letzten Jahren wegen Chipmangel viele Musiksysteme nicht lieferbar, weswegen eine große Zahl junger, teils sehr hochwertiger Fahrzeuge am Markt ist, die mit einer Basisbeschallung auskommen müssen. Aus diesem Grund s

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