So sieht die ric htige Wahl aus

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Die E-Auto-Förderung ist für dienstlich genutzte E-Autos ausgelaufen. Lohnt sich jetzt noch die Anschaffung? Ja, aber es kommt auf die Situation an – dasselbe gilt auch beim Kauf eines Verbrennermodells. So finden Sie ein günstiges Firmenauto.

Text: Henning Busse Fotos: Adobe Stock, Rossen Gargolov, Achim Hartmann, Hersteller, Hans-Dieter Seufert

Wie schnell sich doch Einstellungen ändern können. Bis vor wenigen Monaten waren E-Autos und Plugin-Hybride in deutschen Fuhrparks noch sehr angesagt. Doch nach dem Förderbeschnitt Anfang des Jahres sank so langsam das Interesse, und als dann im September dieses Jahres das Ende des Kaufbonus für dienstlich genutzte E-Autos in Kraft trat, war die Euphorie verf logen.

So lässt sich das politisch geforderte Ziel von 15 Millionen E-Autos bis zum Jahr 2030 nicht erfüllen. Zu groß ist der Förderkahlschlag im Dienstwagenbereich, und zu wenig hat die Bundesregierung die Konsequenzen im Blick. Noch Ende Juli hob Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) den „Dienstwageneffekt“ als große Chance hervor, um die Anzahl der Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen zu erhöhen.

Die Förderung für gewerbliche Nutzer abzuschalten, aber auf einen Boom zu hoffen, erzeuge Kopfschütteln, kritisiert der Bundesverband Betriebliche Mobilität (BBM). Nicht unberechtigt, denn Unternehmen sind für zwei Drittel aller Neuzulassungen bei uns verantwortlich, was neue Technologien schneller in den Markt bringt und zudem positiv für den Gebrauchtwagenmarkt ist – er wird so ständig mit Modellen versorgt. „Ehrlich gesagt sehen wir in dieser Lage nicht, dass mehr Fahrzeuge auf den Markt kommen“, sagt BBM-Vorsitzender Marc-Oliver Prinzing.

Ein perfektes Chaos – das seinen Ursprung in einer Entscheidung hat, die beim Hochlauf der E-Mobilität getroffen wurde: Die Marken setzten auf teure E-Autos. Das rächt sich nun, vor allem in Deutschland fehlen bezahlbare Stromer. Auf fatale Weise zeigt sich das am Auftragseingang im Handel. Im ersten Halbjahr hätten die Inlandsaufträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent nachgegeben, teilt der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Aus Reihen des Autohandels sollen sogar deutlich stärkere Rückgänge berichtet worden sein, erklärt der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), der die Lage im Handel als „äußerst angespannt“ bezeichnet und die Preissteigerungen als einen Hauptgrund für die Kaufzurückhaltung ansieht.

Und dass sich



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