DER TAUSENDSASSA

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Creative kennt man vor allem von internen Soundkarten für PCs oder von dem mobilen MP3-Player „Zen“. Mit dem Soundblaster X5 kommt nun ein externer Kopfhörerverstärker, der es faustdick hinter den Ohren hat.

■ Von Christian Möller

Allein beim Lesen der Feature-Liste kann einem schwindlig werden. Die Entwickler des Soundblaster X5 haben so ziemlich alles in das Kunststoffkästchen gepackt, was ihnen so eingefallen ist. Dass das Gerät mehr ist als ein einfacher Kopfhörerverstärker, sieht man auf den ersten Blick. Außen gibt es jede Menge Anschlüsse, Bedienelemente und sogar ein ordentliches Display, das sich abschalten und in der Helligkeit regeln lässt. Intern werkeln gleich zwei (für jeden Kanal einen) amtliche D/A-Wandlerchips Cirrus Logic CS43198.

Sie werden entweder über den optischen Digitaleingang oder via USB gefüttert. Koaxial digital gibt es leider nicht. Der USB-C-Port dient gleichzeitig als Stromversorgung, auf ein separates Netzteil kann man also verzichten. Gleich zwei Kopfhörerausgänge stehen bereit: einer mit 3,5-mm-Klinke und sogar ein symmetrischer Ausgang mit Pentaconn-Buchse. Der interne Aufbau ist nach den Wandlerchips komplett symmetrisch gehalten, was sich gut auf Störungseinstreuungen auswirken dürfte. Analoge Eingänge gibt es auch, in Form von Line-Inputs im üblichen Cinch-Format. Zusätzlich finden sich je ein analoger und ein optisch-digitaler Ausgang, die beide parallel über den großen Lautstärkeregler an der Front gesteuert werden. Das ist ein Feature, das man nicht oft findet, denn damit lässt sich das Gerät als vollwertiger analoger und digitaler Vorverstärker einsetzen. In diesem Fall schließt man hier einfach eine Endstufe oder Aktivboxen an. Bluetooth ist ebenfalls mit an Bord. Ein Druck auf die entsprechende Taste aktiviert das Pairing. Damit das Bluetooth-Signal auf den Kopfhöreroder Line-Out-Ausgang durchgeschaltet wird, muss man allerdings die Creative-App installieren und dort im Bereich Mixer den Bluetooth-Eingang aufziehen.

INTEGRIERTES MISCHPULT

Es gibt in der App tatsächlich eine Art Mischpult, mit dem sich alle Eingänge zu einem Signal zusammenmischen lassen. Hilfreich ist hier auch der Stereo-Mikrofoneingang an der Frontseite, mit dem man sogar Gesang oder akustische Instrumente hinzumischen kann. So etwas ist nun wirklich ungewöhnlich und driftet deutlich in den Profibereich ab. DJs, aber auch Hobbymusiker werden diese Funktionen zu schätzen wissen. Den Vogel schießt das Gerät allerdings ab, indem es sogar Aufnahmen ermöglicht. Per USB an einen Mac oder PC angeschlossen, lassen sich so analoge oder digi