Ist dein Pelz nicht zu heiß für Afrika?

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Bei uns kennt man Leoparden vor allem als Panzer. Aber welche Katze verbirgt sich dahinter? Wir haben eine befragt

Nachts werden ihre Pupillen viel größer, dann sehen sie fünf- bis sechsmal mehr als wir Menschen
FOTOS: GETTY IMAGES

Hingeschmiegt auf einem Ast döst eine große Katze im Schatten unter dem Blätterdach. Sie scheint zu schlafen, aber beim geringsten Geräusch ist sie hellwach und schaut aus großen Augen neugierig auf die Besucher. Dank unserer Dolmetscherin können wir der Leopardin am Kap der Guten Hoffnung unsere Fragen stellen.

Alles für die Frau: Schönen guten Tag.

Leopardin: In der Tat ein guter Tag. Was verschafft mir denn die Ehre?

Bei uns spricht man derzeit viel über Leoparden, aber nur über Panzer, wenig über Leoparden-Katzen. Das wollen wir dringend ändern.

Gute Idee, was möchtet ihr gern wissen?

In Asien, Arabien und Afrika leben Leoparden. Keine Großkatze hat einen größeren Lebensraum. Wo fühlst du dich zu Hause?

Natürlich dort, wo ich geboren wurde. In meinem Fall ist das Südafrika. Meine Mama lebt hier gleich um die Ecke, meine Schwester auch.

Wie viele Geschwister hast du denn?

Drei, wir waren ein großer Wurf, aber nur meine Schwester hat überlebt.

Ihr seid aber eher Einzelgänger, oder?

Im Prinzip ja, aber das kommt sehr auf die einzelnen Katzen an. Bei manchen bleibt sogar der Vater zur Aufzucht der Jungen eine Weile bei der Familie. Oder die Kätzchen leben lange mit ihrer Mutter zusammen, nicht nur ein paar Monate, wie bei den meisten. Je nachdem, welches Temperament wir haben.

Apropos Temperament – wenn sich Katzen und Kater bei den Leoparden näherkommen, sieht das ganz schön wild aus.

Ja, wir können heißblütig sein. Aber da ist auch viel Show dabei, viel Staub um nichts, sagen wir in Afrika.

Wie lernt ihr euch eigentlich kennen? Ihr lebt doch manchmal Hunderte Kilometer auseinander.

Das ist gar nicht so leicht. Wir Weibchen hinterlassen überall Spuren, wenn wir Sehnsucht haben. Und rufen, so laut wir können. Dann rollen wir uns noch regelrecht auf dem Boden.

Wir Menschen nennen das rollig sein.

Ach, macht ihr das auch?

Nein, nur bei Katzen sagen wir so dazu.

Ach so. Und wie lernt ihr euch dann näher kennen?

Mit Blicken, Lächeln, Berührungen und den richtigen Worten.

Und das versteht der andere dann auch gleich?

Meistens schon.

Worte haben wir leid

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