Wie läuft’s bei dir?

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Für Hobbyläuferinnen ist es nicht leicht, das eigene Leis- tungsvermögen einzuschätzen. Die folgenden 4 Running-Tests helfen dir dabei, dich selbst besser kennenzulernen. Plus: 4-Wochen-Pläne für Ausdauer, Geschwindigkeit & Co.

Text: Chris Carmichael

Foto: IVAN POSAVEC/GETTYIMAGES

Menschen tendieren dazu, das zu tun, was ihnen am leichtesten fällt. Einerseits ist das sinnvoll, denn durch das Fokussieren auf eigene Begabungen wird man bei bestimmten Aufgaben besser und kann sich spezialisieren. Andererseits birgt es Nachteile, wenn du dich vor den Dingen drückst, die dir schwerfallen. Zu jedem Job gehören gewisse Fertigkeiten und Wissensgebiete, die einem vielleicht nicht liegen, ohne die man aber seine Aufgaben nicht vernünftig erledigen kann. Auch beim Sport gilt: Was man nicht kann, das muss man trainieren. Es gibt immer Luft nach oben – auch du kannst eine noch bessere Läuferin, Freundin oder Mitarbeiterin werden, als du es ohnehin schon bist.

Wichtig: Ehe man mit der Arbeit an sich selbst beginnt, muss man seine eigenen Stärken und Schwächen identifizieren! Wir helfen dir dabei. So ist beispielsweise in diversen Studien nachgewiesen worden, dass Läuferinnen, die hochintensive Trainingseinheiten absolvieren, damit auch ihr allgemeines Dauerlaufniveau anheben können. Selbstverständlich müssen Marathonläuferinnen nicht regelmäßig knallharte 400-Meter-Sprints in ihre Vorbereitung einbauen, aber ein gelegentliches Intervalltraining auf der Bahn macht grundsätzlich auch schnellere Marathonzeiten möglich.

Um einen Überblick über deine Stärken und Schwächen zu bekommen, legen wir dir die im Folgenden beschriebenen Tests ans Herz. Führe diese unbedingt an verschiedenen Tagen durch! Halte schriftlich fest: Wo hast du besonders gut, wo sehr schlecht abgeschnitten? Absolviere dann die entsprechenden Trainingsprogramme, um an deinen Schwächen zu arbeiten. Und plane stets in Bezug auf deine Ziele. Du willst an einem Berglauf teilnehmen, hast jedoch festgestellt, dass du an Anstiegen eher schwach bist? Dann hat das Berglaufprogramm Priorität. Nach dem Abschluss eines Trainingsprogramms solltest du den Eingangstest noch einmal durchführen, um so deine Leistungssteigerung zu kontrollieren. Ist eine Schwachstelle ausgemerzt, widmest du dich der nächsten. Dabei solltest du jedoch niemals den Fehler machen, zu einseitig zu trainieren. Impulse aus allen Trainingsvorschlägen auf den nächsten Seiten ergeben einen sehr guten Trainingsmix.

1. Teste deine Ausdauer

Schon ein 8

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