Ausweg gesucht?

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Wenn dir alles zu viel wird, solltest du dir nur eine einzige Sache aneignen: Resilienz. So lernst du, besser mit Stress umzugehen und gestärkt aus Krisen hervorzugehen

Text: Yasmina Fiege

Fotos: MAX-KEGFIRE, RICHARD DRURY/GETTYIMAGES

Du bist unruhig, der Magen verkrampft, die Gedanken kreisen, du weißt nicht mehr, wie du das alles schaffen und wo du überhaupt anfangen sollst: zu viele Termine, zu wenig Zeit und der Druck wird immer größer. Die Stressfalle hat wieder einmal zugeschlagen und du fühlst dich ihr schutzlos ausgeliefert, möchtest dich am liebsten verkriechen. Was jetzt helfen würde, wäre eine große Portion Resilienz, die große Gelassenheit. Aber was bedeutet das eigentlich? Resilienz bezeichnet die psychische Widerstandsfähigkeit eines Menschen, also die Fähigkeit, Krisen, Stress und Rückschläge zu bewältigen und – das ist vielleicht sogar der wichtigste Aspekt – gestärkt daraus hervorzugehen. Sie ist eine Art Wesenszug, der uns hilft, auf Krisen mit Zuversicht zu reagieren. Kurz gesagt: Resilienz ist das perfekte Rüstzeug für herausfordernde Zeiten. Wir alle kennen das Gefühl von Überforderung, Stress und Ängsten, und die brennende Frage ist jetzt: Können wir resilienter werden und, wenn ja, wie geht das?

Bas Kast hat sich genau das gefragt: Was macht unsere Seele stark? In seinem aktuellen Buch (siehe letzte Seite) geht der Bestsellerautor der Frage nach, was wir selbst dafür tun können, um unsere innere Balance zu finden. Der Wissenschaftsjournalist begann, nach Mitteln und Wegen zu suchen, um seine eigene Stimmung aufzuhellen, denn er verstand nicht, warum es ihm so schlecht ging. Er hatte ja schließlich alles erreicht, was es zu erreichen gibt: Er ist beruflich erfolgreich, lebt in einer glücklichen Beziehung und ist finanziell gut abgesichert. Seine Recherchen beziehen sich dabei auf wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Psychologie und Neurobiologie, aber auch auf Fallbeispiele und persönliche Erfahrungen. Sein Ergebnis sind 10 alltagstaugliche und leicht anzuwendende Strategien, die gegen Alltagsstress, chronische Erschöpfung und depressive Verstimmungen helfen sollen. 4 dieser Anti-Stress-Strategien schauen wir uns einmal genauer an.

1 ERNÄHRUNG

Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Psyche spielt eine immer größer werdende Rolle und ist zunehmend besser erforscht. Entzündungen im Körper werden mit einem erhöhten Risiko für Depressionen in Verbindung gebracht, daher kann eine entzündungshemmende Ernährung dazu beitragen, dieses Risiko zu reduzieren. Diverse Studien haben gezeigt, dass auch die Mittelmeerkost, viel Gemüse, Fisch, g

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