„Ich schaffte meinen ersten Marathon!“

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Julia nahm jedes Jahr ein paar Kilo zu. Als die Zahl auf der Waage Richtung 90 Kilo marschierte, schnürte sie ihre Turnschuhe und lief ihrem Übergewicht davon

Interview: Stephanie Arndt

19 KILO

Dein Nebenjob war ein Grund, warum du innerhalb von 9 Monaten 19 Kilo abgenommen hast. Erzähl mal!

Neben meinem Studium arbeite ich als Rettungssanitäterin und sehe ständig, wie schädlich Übergewicht ist. Menschen werden dadurch schwer krank und hilflos. Als meine Waage 86 Kilo anzeigte, dachte ich: „Schluss! In eine solche Situation will ich nicht kommen.“

Wie kam es zu deinem Übergewicht?

Ich hatte beim Essen nie ein gutes Verhältnis zu Mengen. Die Mahlzeiten waren immer zu groß und kohlenhydratlastig. Ich aß nie Salat, eindeutig zu wenig Gemüse, dafür zu viele Nudeln mit deftigen Soßen. Außerdem naschte ich zu viel und zu oft und bewegte mich kaum.

Gab es einen konkreten Auslöser für deine Gewichtsabnahme?

Nein, ich war schon lange unzufrieden. Irgendwann stellte ich mich in Unterwäsche vor den Spiegel und schaute der Realität ins Gesicht. Und was ich sah, fand ich nicht schön.

Wie ging es weiter?

Ich wusste ja, wo meine Schwachstellen lagen. Außerdem hatte mein Freund vor mir 20 Kilo abgenommen und riet mir, Kalorien zu zählen. Also rechnete ich aus, wie viele ich pro Tag essen darf, um im Kaloriendefizit zu bleiben. Was mich an dieser Methode überzeugte, ist, dass ich auf nichts verzichten muss, solange ich mich an mein Limit halte.

Was isst du heute?

Ich starte gerne mit Jogurt, Proteinpulver und Beeren. Mittags esse ich Hähnchen mit Ofengemüse, abends Gnocchi mit frischen Tomaten. Zum Nachtisch mag ich Obst oder Nüsse. Und für den Hunger zwischendurch gibt’s einen Proteinriegel.

Hast du noch etwas in deinem Leben geändert?

Die stärkste Veränderung gab es bei der Bewegung. Mittlerweile bin ich 4- bis 6-mal pro Woche für 1,5 Stunden im Fitness-Studio. Entweder mache ich Krafttraining oder Kardio. Und ich bin im April meinen ersten Marathon gelaufen!

Welches war dein größter Abnehmfehler?

Eine Zeit lang habe ich zu wenig Kalorien zu mir genommen, weil ich schneller abnehmen wollte. Aber das bringt nichts, denn dann fehlt einem die Kraft fürs Training. Was ich frustrierend fand, waren die Diät-Plateaus. Selbst wenn ich mich konsequent vernünftig ernährt und fleißig Sport gemacht habe, ging manchmal nichts. Doch irgendwann geht das Gewicht runter, man muss Geduld haben.

Wie reagierte deine Umwelt auf deine Veränderung?

Alle haben mich toll unterstützt und sind stolz auf mich. Meine Eltern haben mir zu Anfang immer direkt eine Küch

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