QUETSCH-ALARM?

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Du bist sportlich und ernährst dich gut, trotzdem kneift die Hose am Bauch einfach immer. Woran das liegt und was dann hilft

Text: Christine Naefeke

Foto: BOBBY DOHERTY

Dass Frauen in den Wechseljahren häufig am Bauch unproportional viel zunehmen, ist bekannt. Aber auch viele junge Frauen klagen über hartnäckiges Bauchfett, das sie weder mit Sport noch mit optimierter Ernährung loswerden. Was viele nicht wissen: In den allermeisten Fällen sind Hormonstörungen die Ursache.

WAS IST EIN HORMONBAUCH?

Auch wenn der Begriff „Hormonbauch“ kein medizinischer Fachbegriff ist, ist er doch auch unter Medizinern eine gängige Bezeichnung für hormonell bedingtes, nur schwer wieder abbaubares Bauchfett bei Frauen. Leider gilt die Regel: Nimmt man zu, dann vor allem am Bauch. Nimmt man ab, dann überall, am wenigsten jedoch beim Bauchumfang. Das Problem des Hormonbauches betrifft Frauen in den Wechseljahren, aber auch oft schon junge Frauen, die regelmäßig Sport treiben und sich weitestgehend gesund ernähren. Das weiß Expertin Kerstin Eickes aus jahrelanger Erfahrung als Hormoncoach. „Meist steckt hinter einem Hormonbauch eine Kombination aus hormonellen Dysbalancen, falscher Ernährung und Stress, wobei die Ursachen sich gegenseitig bedingen und verstärken können“, sagt die Beraterin für ganzheitliche Ernährung. Zu den Hauptursachen gehören diese Phänomene:

1. ÖSTROGENDOMINANZ

Eine Östrogendominanz kann dann entstehen, wenn das Gleichgewicht zwischen den weiblichen Sexualhormonen Östrogen und Progesteron gestört ist und es zu einem Östrogenüberschuss kommt. Da Progesteron wichtig ist, um Fett in Energie umzuwandeln, fällt der Abbau von Fett dann schwerer. Nach dem Absetzen der Pille kann dies zum Beispiel auftreten. Auf eine Östrogendominanz kannst du dich in einer gynäkologischen Praxis testen lassen.

2. INSULINRESISTENZ

„Auch Blutzuckerspitzen begünstigen eine Östrogendominanz, denn hohe Blutzuckerspiegel führen zu hoher Insulinausschüttung“, erklärt Eickes. „Wenn das ständig passiert, kann es auf Dauer zu einer Insulinresistenz kommen. Die wiederum sorgt für Übergewicht und das begünstigt eine Östrogendominanz, da Fettgewebe Östrogene produziert. Umgekehrt kann eine Östrogendominanz Insulin daran hindern, den Blutzucker angemessen zu regulieren.“ Zuckerhaltige Snacks und Softdrinks über den Tag verteilt sind gängige Verursacher von ständigen Blutzuckeranstiegen.

3. SCHILDDRÜSENUNTERFUNKTION

Doch das ist noch nicht das Ende der Hormon-Kaskade: „Eine Östrogendominanz kann zu Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion führen“, so Eickes. „Und ein Symptom

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