WÄRMENDES VOLK

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HEIZUNG SCHÜTZT BIENEN VOR KÄLTETOD.

Wenn es draußen kalt wird, sind Bienen in Alarmbereitschaft. Sie kuscheln sich eng aneinander und zittern: So bleibt es im Stock angenehm warm. Diese Technik klappt aber nur ab einer gewissen Größe des Bienenvolks, sodass jeden Winter 15 bis 25 Prozent der Völker sterben. Forschende der Technischen Hochschule EPFL in Lausanne und der Universität Graz haben nun einen technisch aufgerüsteten Bienenstock mit Heizung und Temperaturfühlern entwickelt, wie sie in Science Robotics berichten. „Ursprünglich wollten wir mit den Temperaturveränderungen nur das kollektive Verhalten der Bienen erforschen“, erklärt Studienautor Rafael Barmak von der EPFL. „Es hat sich aber schnell gezeigt, dass wir mit unserem System auch Bienen vor dem Kältetod bewahren können.“ Der smarte Bienenstock ist Teil des europäischen Projekts „Hiveopolis“. „Wir wollen widerstandsfähigere Bienenvölker erschaffen, die gegen die heutigen Herausforderungen wie Pestizide, Parasiten und Klimawandel perfekt gewappnet sind“, sagt Barmak.

Reinigender Rost

Kläranlagen scheitern oft an den kleinsten Verschmutzungen wie Pestiziden, Nanoplastik oder Hormonen. Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg haben ein intelligentes Verfahren entwickelt, das kontaminiertes Wasser unkompliziert reinigt. Dazu beschichteten sie Rostpartikel mit Phosphonsäuremolekülen. Diese ragen wie Haare von den Rostkügelchen ab und fischten so selbst Östrogene aus dem Wasser. Später kann ein Magnet den schadstoffbehafteten Rost leicht entfernen.

Auch glasklar aussehendes Wasser kann Schadstoffe, etwa Hormone, enthalten.

KLIMASENSIBLE BLATTFÄRBUNG

Ein Spaziergang im bunten Herbstwald ist Balsam für die Seele. Wann sich die Blätter bunt färben, ist dabei abhängig vom Klima, so das Ergebnis einer Studie der ETH Zürich. „Der Klimawandel lässt Bäume deutlich früher austreiben, beeinflusst aber auch die Herbstblattfärbung auf überraschende Weise“, erklärt Studienautor Constantin Zohner. Traten bereits vor Ende Juni hohe Temperaturen auf, verfärbten sich die Blätter früher: zwei Tage je zusätzliches Grad. Gab es erst ab Juli höhere Temperaturen, änderte sich die Blattfarbe sogar später: 2,5 Tage für jedes Grad. „Unsere Wälder sind wichtige CO2-Speicher und ein komplexes Ökosystem“, so Zohner. „Daher sind fundierte Voraussagen dar

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