Bart mit Botschaft

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Das Styling der Gesichtsbehaarung ist viel mehr als nur eine Modeerscheinung, vor allem im Monat November zeigt man damit auch soziales Engagement. Wir erklären, was dahintersteckt

Text: FERRY HANSEN

BARBER-TRENDS

E s gibt unzählige Möglichkeiten, seinen persönlichen Stil zum Ausdruck zu bringen. Eine davon ist der Bart, beziehungsweise das Bart-Styling. Denn wer denkt, dass nur derjenige, der sich morgens glatt rasiert, wirklich Wert auf sein Äußeres legt, der hat sich echt geschnitten. Meist ist der Aufwand hinter einem frisierten Schnurrbart, dem perfekt getrimmten 3-Tage-Bart oder der gestutzten Voll-Gesichtsbehaarung aufwendiger als gedacht. Aber ist dir schon aufgefallen, dass im November oft besonders viele Schnurrbartträger unterwegs sind? Wir erklären, warum. Das Ganze nennt sich Movember und ist ein Wortspiel aus den zwei Begriffen November und Moustache, also dem englischen Wort für Schnurrbart. Dahinter steckt eine gleichnamige Wohltätigkeitsorganisation, die ihren Fokus auf das Thema Männergesundheit legt (siehe www.movember.com). Los geht’s für alle, die mitmachen wollen, am ersten Tag des Monats November mit einem glatt rasierten Gesicht. Bei jeder nächsten Rasur werden der Schnauzer ausgespart und die restlichen Barthaare abrasiert. Hintergrund der Aktion ist, auf diese Weise die Aufmerksamkeit für Prostata- und Hodenkrebs, aber auch für die Suizidprävention zu schärfen. Als Mo-Bro, wie sich die Teilnehmer auch nennen, kannst du an verschiedenen Aktionen teilnehmen und so mehr Sichtbarkeit für das Gesundheitsthema schaffen. Wichtig und richtig!

Monat des Mo

Aber denk nicht nur an Betroffene, sondern denk auch an dich! Deshalb solltest du im November zum Beispiel auch einen Termin beim Urologen vereinbaren und einmal die Drüse zwischen Blase und Darm (Prostata) und deine Hoden checken lassen. Denn die häufigste Krebsart bei jungen Männern zwischen 20 und 40 ist der Hodenkrebs. Und auch die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern, mit 1,4 Millionen Fällen im Jahr weltweit, bei der die Prostata betroffen ist, sollte vorsorglich ausgeschlossen werden, da eine Erkrankung im frühen Stadium symptomfrei verläuft. Wer nun meint, davon völlig frei zu sein, sollte mal in seiner Familie schauen. Bei einem Mann, dessen Vater oder Bruder an Prostatakrebs erkrankt ist, ist die Wahrscheinlichkeit doppelt so hoch, selbst zu erkranken. Häufiger Harndrang oder Schwierigkeiten beim Urinieren können auf eine Erkrankung hinweisen, aber auch Erektionsprobleme und schmerzen bei der Ejakulati

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