Das schmeckt auch dem Klima

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Den eigenen CO2-Fußabdruck durch seine Ernährungsweise zu minimieren ist gar nicht so schwer wie oftmals angenommen. Und lecker ist es auch: 5 Rezepte für den grünen Gaumen

Text: CHRISTIAN EIGNER, ASTRID BÜSCHER

ERNÄHRUNG

Wie kommen Emissionen bei der Ernährung zu Stande? Schließlich qualmt und stinkt es ja am Esstisch nicht. Dazu musst du wissen: Jedes Lebensmittel, das im Supermarkt oder Bioladen angeboten wird, hat bereits einen CO2-Abdruck hinterlassen. Dieser umfasst zum Beispiel Emissionen, die bei der Herstellung und beim Transport zum Händler entstanden sind. Hinzu kommen Emissionen, die wir anschließend selbst verursachen, etwa beim Einfrieren oder beim Kochen. Wenn du deine Bilanz verbessern und CO2 einsparen willst, kannst du durch die folgenden Maßnahmen und entsprechende Rezepte viel erreichen.

1. SCHRITT

Weniger Tierisches essen

Du musst nicht gleich zum Veganer werden, um dem Klima etwas Gutes zu tun. Rund 40 Prozent der Deutschen haben sich für den Mittelweg entschieden: Statt ganz auf Fleisch und Milchprodukte zu verzichten, lassen sie beides nur hin und wieder weg. Iss statt Rind öfter Schwein und Geflügel, die belasten die Bilanz am wenigsten. Dreh dann noch das Mengenverhältnis zwischen Fleisch und Beilagen um und mach Gemüse und Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Getreide in Zukunft zu den Hauptdarstellern. Als Nächstes kannst du das Fleisch an einzelnen Tagen ganz weglassen und auf Ersatzprodukte zurückgreifen. Laut der Studie „Fleisch der Zukunft“ des Umweltbundesamtes haben Veggie-Produkte auf der Basis von Soja, Erbsen und Weizeneiweiß bezüglich Umwelt und Klima viele Vorteile: Hülsenfrüchte und Getreide werden, anstatt sie an Tiere zu verfüttern, direkt zu Lebensmitteln verarbeitet. Verglichen mit Rindfleisch verursacht allein das bis zu 10-mal weniger Treibhausgase, es sind erheblich weniger Wasser und Flächen sind nötig. Aber: Fleischersatzprodukte enthalten oft Zusatzstoffe, zu viel Salz und Kalorien – ernährungsphysiologisch ist das ähnlich kritisch zu sehen wie bei fleischhaltigen Entsprechungen. Greife aus dem Grund besser zu wenig verarbeiteten Produkten wie Naturtofu, Sojaschnetzel oder Seitan.

2. SCHRITT

Regional einkaufen

Tomaten auch im Winter, Hummer frisch aus Kanada? Kein Problem, alles machbar. Dafür beheizen wir riesige Gewächshäuser, lassen Flugzeuge starten – und der der Schaden fürs Klima ist gewaltig. Wer regional einkaufen will, hat es allerdings nicht so leicht. Viele Hersteller drucken das schön klingende „aus der Region“ auf Verpackungen – aber schon an der Frage, was genau eine Region ist, scheiden sich die Ge




























































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