Läuft wie geschmiert

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Speiseöle gibt’s in Hülle und Fülle. Men’s Health beantwortet auf diesen Seiten die häufigsten Fragen zu Geschmack, Nährwerten und richtiger Verwendung

Text: YASMINA FIEGE Fotos: JEFFREY WESTBROOK

Neben Eiweiß und Kohlenhydraten zählen Fette zu den Makronährstoffen, die für den menschlichen Körper essenziell sind. Sie sind der Schlüssel für die Aufnahme der Vitamine A, D, E und K. Wir brauchen sie darüber hinaus, um unser Gehirn, das zu fast 60 Prozent aus Fett besteht, funktionell und strukturell gesund zu halten. Außerdem sind Öle Geschmacksverstärker. Manche sind hervorragend zum Kochen oder Braten geeignet, während andere ihre Wirkungen ohne starke Hitze viel besser entfalten. Tauchen wir doch mal etwas tiefer in dieses Thema ein.

Wie stark darf man Öl erhitzen?

Wenn Speiseöl in der Pfanne zu rauchen beginnt, ist die Temperatur ganz eindeutig zu hoch. Das riecht nicht nur unangenehm, sondern setzt außerdem Schadstoffe frei, zum Beispiel Acrolein, das die Schleimhäute reizt. Vor allem kalt gepresste Öle haben einen niedrigen Rauchpunkt.

Was bedeutet eigentlich ...?

So entschlüsselst du die Botschaften auf dem Etikett

„extra vergine“

Auch „extra nativ“. Steht für bestes Olivenöl, das ohne Chemikalien oder Zusatzstoffe hergestellt und jeweils aus der hochwertigeren ersten Ernte extrahiert wird. Entscheidend für den Geschmack ist der Säuregehalt des Öls, der stets unter 0,8 Prozent liegen sollte. Es ist gelb bis grünlich gefärbt und schmeckt fruchtig.

„kalt gepresst“

Das bezieht sich auf ein Öl, das maschinell, ohne Chemikalien oder zu viel Hitze extrahiert wurde. Aber: Dieses Öl kann nach dem Pressen noch raffiniert worden sein – die Bezeichnung sagt also nichts über seine Qualität aus. Kalt gepresste Öle haben ein intensives Aroma und sind von auffallend leuchtender Farbe.

„raffiniert“

Steht auf dem Etikett nicht „extra vergine“ oder „unraffiniert“, ist das Öl wohl raffiniert. Das bedeutet: Es wurde gefiltert und gesiebt, unter Umständen auch erhitzt, oder es handelt sich um eine Mixtur aus behandelten und unbehandelten Ölen. Das Öl hat weniger Nährstoffe, kann aber stark erhitzt werden.

Wie gesund ist Kokosöl?

Kokosöl hat eine samtige Textur und zudem einen angenehmen Geschmack. Allerdings besteht es fast komplett aus gesättigten Fetten. Einige Studien konnten nachweisen, dass es in puncto Cholesterin nicht dieselben Probleme verursacht wie gesättigte tierische Fette. Verwende es dennoch nur in Maßen.

72 %

Obiger Wert steht für die geschätzte durchschnittliche Konzentration von Ölsäure in

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