Rhabarber

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FRISCH AUS DEM GARTEN

Der Frühlingsbote zählt zu den ersten heimischen Gemüsen, die nun erntebereit sind. Mit seinem säuerlichen Aroma verfeinert er vor allem Kuchen, Desserts und Getränke

Fotos: StockFood (2)/Irina Meliukh/Greenhaus Press

g Zubereitungszeit: ca. 90 Min.

Für 20 Stücke 250 g weiche Butter, 1 Prise Salz, 430 g Zucker, 4 Eier, 600 g Mehl, 2 TL Backpulver, 150 ml Milch, 1 kg roter und grüner Rhabarber, 2 EL Speisestärke, 2 EL Vanillezucker, 100 g blanchierte, gemahlene Mandeln, 1 TL Zimt, 175 g weiche Butter

1. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech (30 x 40 cm) mit Backpapier belegen.

2. Weiche Butter mit Salz und 250 g Zucker hellcremig rühren. Eier einzeln zugeben und jeweils gut einarbeiten. vegetarisch 450 g Mehl und Backpulver mischen, sieben und abwechselnd mit der Milch unterrühren. Alles rasch zu einem homogenen, geschmeidigen Teig vermengen. Auf das Blech geben und glatt streichen.

3. Rhabarber putzen, waschen, gut trocken tupfen und in 2–3 cm lange Stücke schneiden. Mit Stärke, 30 g Zucker und Vanillezucker mischen und auf dem Teig verteilen.

4. 150 g Mehl mit Mandeln, 150 g Zucker und Zimt mischen. 175 g kalte Butter in kleinen Stücken zugeben, alles zu Streuseln verreiben. Kuchen gleichmäßig damit bestreuen. Im Ofen ca. 45 Min. backen (Stäbchenprobe machen). Dann herausnehmen, vom Blech ziehen, abkühlen lassen.

Als eines der ersten erntefrischen Lebensmittel im Jahr läutet der Rhabarber die Gartensaison und den Frühling ein. Alle Jahre wieder freuen wir uns aufs Neue über die knackigen Stangen, die mit ihrer fruchtigen Säure so einzigartig schmecken. Ursprünglich kommt Rhabarber aus Asien, wo er schon seit Jahrtausenden als Gemüse und – wegen der abführenden Wirkung der Wurzeln – als Heilmittel bekannt ist.

Barbarische Wurzel mit leckeren Blattstielen

Von China aus verbreitete sich die Pflanze im Laufe der Zeit über Russland nach Europa und erhielt den wenig schmeichelhaft klingenden Namen „Rheum rhabarbarum“, was so viel bedeutet wie „die Wurzel der Barbaren von Rha“. Denn „Rha“ hieß die Wolga, in deren Auen das fremdländische Gewächs zunächst angebaut wurde, zu früheren Zeiten. Erst seit dem 16. Jahrhundert fand der Rhabarber schließlich den Weg in unsere Gärten und Küchen.

Seine Zubereitung ist einfach. Junge Stangen brauchen wir nicht zu schälen, da die Fasern beim Kochen weich werden. Bei älteren Exemplaren empfiehlt es sich, die zähere Haut abzuziehen. Die geputzten Stangen schneiden wir in Stücke und blanchieren sie in kochendem Wasser. Dieser Schritt ist notwendig, um den Gehalt an Oxalsäure so gering wie möglich zu halten. Das Kochwasser wird anschließend abgegossen und die Stücke weiterverarbeitet – meist zu Kuchen, Marmelade, Kompott oder Sirup. In ihren Heimatlä

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