Mit Bedacht gestalten Gartenwege

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Die Pfade durch unser Grün wünschen wir uns optisch ansprechend und praktisch zugleich. Bei der Materialwahl spielen ökologische Kriterien eine immer größere Rolle

Harmonisch fügt sich der helle Splittweg zwischen die üppigen Zierbeete mit blühenden Weigelien und Pfingstrosen ein. Gelbgrüner Frauenmantel und die Rote Spornblume kaschieren hübsch den Übergang.
Im Küchengarten hat ein gradliniges Wegeraster Tradition. Der Kiesweg wurde hierfür sorgfältig mit verzinkten Stahlbändern eingefasst, um die allmähliche Vermischung von Kies und Beeterde zu verhindern. Für die Stichwege wurden flexibel einsetzbare Holzroste gewählt.
Ab einer Neigung von sieben Prozent ist bei Kies- oder Splittwegen der Einbau von Stufen empfehlenswert. Hier in einfacher Version mit hochkant eingesenkten Ziegelsteinen
Fotos: Manuela Göhner, Annette Timmermann, Friedrich Strauss, GAP Photos/Nicola Stocken

Gartenwege sind weit mehr als die Verbindung von A nach B, die man möglichst trockenen und sauberen Fußes zurücklegen möchte. Sie zählen ebenso wie markante Gartenmauern, Pavillons , Pergolen oder Brunnen zu den wichtigen Gestaltungselementen, die den Gesamteindruck eines Grundstücks prägen. Daher lohnt es sich, bei der Planung und Anlage der privaten „Verkehrsadern“ sorgfältig vorzugehen. Eine grundsätzliche Überlegung vorab: Welche Verbindungen haben wirklich eine bedeutende Funktion und werden entsprechend häufig genutzt? Dies können Wege zum Gartenschuppen und zur Grillecke sein – oder auch die direkte Strecke von der Küche zum Kräuterbeet. Für solche Hauptwege, über die öfter auch etwas Schweres wie Schubkarre oder Rasenmäher rollen soll, sind Breiten ab mindestens 60 Zentimetern und ein solider Untergrund aus einem festen, ebenen Bodenbelag angebracht.

Bei den Materialien für die Hauptwege können Sie aus dem Vollen schöpfen: Pflastersteine und Gehwegplatten sind in unterschiedlichsten Formen, Größen und Farben erhältlich, sowohl aus Naturstein als auch aus Beton. Hinzu kommen frostfeste keramische Werkstoffe aus gebranntem Lehm oder Ton wie Pflasterklinker oder Bodenziegel in allen erdenklichen Rot- und Erdtönen. Gestalterisch sind Ihnen bei der Anlage der Hauptwege also nahezu keine Grenzen gesetzt. Dabei ist weniger oftmals mehr: Für den ländlichen Garten bieten sich eher zurückhaltende Farbgebungen an, die zu Hausfassade und Gartenstil passen. Regionale Natursteine sind in Gegenden, wo sie Landschaft und Ortsbild prägen, selbstredend die trefflichste Wahl. Klinker dominiert hingegen in vielen Ecken Norddeutschlands die Fassadengestaltung und gibt dort auch als Wegebelag eine gute Figur ab.

Natursteinplatten aus Schiefer bestechen mit einer reich strukturierten Oberfläche, wenn sie nach dem Spalten aus Gesteinsblöcken nicht weiter bearbeitet wurden. Die rotvioletten Blüten von Thymian und Großblumigem Ziest heben s

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