Manchmal ist größer besser

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Nicht weniger als 15 Jahre Zeit hat Apple sich für die Entscheidung genommen, ein MacBook Air mit größerem Display anzubieten. Hat sich das Warten gelohnt? Und für wen ist das Gerät die bessere Wahl?

TEXT: SEBASTIAN SCHACK

Bei den Anschlussmöglichkeiten zeigt Apple sich geizig: MagSafe für die Stromversorgung, zweimal Thunderbolt, einmal Klinke – that’s it.

Na klar, Apple trat damals, 2008, nicht mit der Idee an, ein möglichst großes Notebook vorzustellen. Im Gegenteil: Ansatz war es, ein möglichst kompaktes Gerät vorzustellen, das im Hinblick auf Leistung dennoch nicht enttäuschte. Heraus kam dabei das MacBook Air, das Steve Jobs effektvoll aus einem Briefumschlag zog, um der Welt einen Laptop zu präsentieren, der diese Anforderungen erfüllte, aber auch entsprechend teuer war. Mit 2 GB Arbeitsspeicher und 64 GB SSD-Platz kostete das erste MacBook Air knapp 2.400 Euro, was inflationsbereinigt heute knapp 3.500 Euro entspricht.

So gesehen ist das neue Mac-Book Air mit 15-zölligem Display, das bereits in der Standardausstattung mit 8 GB Arbeitsspeicher und 512 GB SSD-Speicher geliefert wird, mit seinen 1.830 Euro fast schon ein Schnäppchen. (Getestet haben wir allerdings die Version mit 16 GB Arbeitsspeicher zu 2.060 Euro, insgesamt sind maximal 24 GB möglich.)

Wann ist ein Air ein Air?

Apple führte den Namenszusatz „Air“ aus offensichtlichen Gründen für das MacBook Air ein: So leicht wie Luft sollte es sein. Das war natürlich eine Übertreibung, aber mit nur rund 1,4 Kilogramm war es für einen vollwertigen Computer inklusive Bildschirm schon ziemlich nah dran. Der direkte Nachfolger, das MacBook Air mit 13-Zoll-Display, bringt heute 1,24 Kilogramm auf die Waage. Das brandneue Familienmitglied mit größerem Bildschirm ist mit rund 1,5 Kilogramm immer noch erstaunlich leicht.

Inzwischen aber haben auch Apples Pro-Geräte ordentlich abgespeckt. So wiegt das Mac-Book Pro mit 14-Zoll-Bildschirm auch nur etwa 1,6 Kilogramm. Nur das 16-Zoll-MacBook-Pro ist tatsächlich erheblich schwerer mit seinen knapp 2,2 Kilogramm.

Die Luftigkeit bezieht sich also nicht länger wirklich auf das Gewicht. Schon eher auf den Preis. Zumindest, wenn wir das immer noch im Verkauf befindliche 13-Zoll-MacBook-Pro ignorieren – und das solltest du auch tun. Dann nämlich liegt der Einstiegspreis der Pro-MacBooks bei 2.400 Euro – 1.100 Euro über dem aktuell günstigsten MacBook Air, 750 Euro über dem Standard-15-Zöller der Air-Reihe und immer noch 340 Euro über dem von uns getesteten Modell.

Mehr als genug Power

Kommen wir zu den relevanteren Fragen. Zum Beispiel, was von dem neuen M

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