„Viele meiner persönlichen Eigenschaf ten tauchen in Carl Mørck auf “

3 min lesen

Exklusiv-Interview mit Jussi Adler-Olsen

Foto: Tine Harden

Sind Sie nach dem Abschluss der Buchreihe eher erschöpft, zufrieden, traurig – oder ein wenig von allem?

Ich bin sehr erleichtert. Es war eine lange Reise, die vor mehr als 15 Jahren geplant wurde. Und ich bin auch ziemlich stolz. Ich habe geschafft, was ich mir vorgenommen hatte.

Es heißt, Sie haben die Reihe und deren Ende von Anfang an durchgeplant und kannten das Ende schon. Sie haben demnach fest mit dem Erfolg einer 10-bändigen Reihe gerechnet?

Ich bin ein Schriftsteller, der schreibt, um gelesen zu werden. Wenn niemand daran interessiert wäre, die Bücher zu lesen, hätte ich die Reihe nicht zu Ende gebracht. Ich bin unendlich dankbar, dass so viele Menschen unsere Freunde bis zum Ende verfolgt haben.

Es wird bereits über Band 11 spekuliert – ist hier wirklich Schluss?

Ich schreibe ganz sicher keine Serie mehr. Ich schreibe weder ein weiteres Sonderdezernat Q noch irgendeine andere Serie. Es ist so anstrengend, sich an alle Details aus früheren Büchern zu erinnern.

Lassen Sie uns einen Blick hinter die Kulissen werfen: Haben Sie das Konzept zum Sonderdezernat Q nach Sichtung der damaligen Mitbewerber entwickelt, oder war es eine Idee während einer laaaangen Dusche?

Vor vielen Jahren wurde ich von einer Person aus der dänischen Filmbranche – Rumle Hammerich – kontaktiert, die mir vorschlug, eine Serie in einem dänischen Kontext zu schreiben. Damals schrieb ich internationale Thriller, und ich hatte nicht die Absicht, die Richtung zu wechseln. Aber die Idee wuchs in mir, und in den folgenden Jahren entstand die Idee, eine lange Geschichte zu schreiben, die aus zehn „Kapiteln“ mit einem dänischen Polizisten als Hauptfigur besteht.

Wie entsteht ein Thriller von Jussi Adler-Olsen von der Idee bis zur Abgabe?

Wer seine Augen offen hält, bekommt überall Ideen. In den Zeitungen, in anderen Medien, bei den Menschen um Sie herum, überall gibt es Ideen. Vielleicht sind es nur seltsame Reaktionsmuster oder schlecht getroffene Entscheidungen. Alles kann der Baustein für eine gute Geschichte sein. Aber WENN die Geschichte beginnt, sich zu entwickeln, ist es wichtig, dass der Autor sich fragt: Warum schreibe ich dieses Buch? Fragen Sie sich, warum dieses Buch unbedingt geschrieben werden muss. Die Themen rund um die Handlung ergeben sich von selbst, wenn man die Antwort auf diese Frage kennt.

Bei DAV ist ein Hörbuch über Sie erhältlich. Erkennen Sie sich im Klappentext der Biographie wieder? „Die Geschichte eines Jungen, der als Sohn eines Psychiaters in drei verschiedenen Heilanstalten aufwuchs, sich mit den dort lebenden Patienten anfreundete und ihre Krankheiten studierte. Es ist die Geschichte von Beharrlichkeit, harter Arbeit und einem kleinen bisschen Glück – sowie das Por

Dieser Artikel ist erschienen in...