Ein Freuden mädchen erpresste ihn mit pikanten Liebesbriefen

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Kaiser WILHELM II.

Affären, Prostituierte und Orgien: Im Kaiserreich trieb man es wild – allen voran Wilhelm II. höchstpersönlich. Doch seine unersättliche Lust musste der Monarch am Ende teuer bezahlen

Freudenmädchen wie diesem konnte der Kaiser nicht widerstehen. Auch Sexpartys feierte der Hochadel (1900)
Unterredung: Dank Otto von Bismarck (r.) blieb die Erpressung des Kaisers lange geheim (1888)
Wilhelm II. (rechts) entfloh dem Familienleben auf seiner Jacht „Hohenzollern“. Immer wieder zog es ihn auch in die Arme von Dirnen (1910)
Mit seiner ersten Frau Auguste Viktoria hatte Wilhelm II. sechs Söhne und eine Tochter. Für mindestens zwei uneheliche Töchter soll der Kaiser Unterhalt gezahlt haben (1898)

Hätten die Zuhälter den Hohenzollern-Prinzen Wilhelm erwischt, hätte es weder Kaiser Wilhelm II. noch den Ersten Weltkrieg gegeben.

Nach einer heißen Liebesnacht im Sommer 1885 verärgerte der Kaiseranwärter ein Freudenmädchen. Statt „Miss Love“ alias Emilie Klopp diskret 100 Mark in den Büstenhalter zu stecken, schlich er sich im Morgengrauen davon und ließ nur ein Foto von sich mit Autogramm auf dem Nachttisch zurück.

Wilhelm war 26 Jahre alt und arrogant. Das sollte sich rächen. Seine Bettgenossin, eine Edelprostituierte aus dem Elsass, tauchte im Kreuzberger Polizeipräsidium auf und zeigte den Kronprinzen wegen Beischlafdiebstahls an. Reichskanzler Otto von Bismarck war schockiert: „Der junge Mann muss sich beherrschen, oder er verliert seine Krone.“ Wilhelm II. kehrte wieder in die Arme seiner Ehefrau Auguste Viktoria zurück, die ihm sieben Kinder schenkte. Der Historiker John C. G. Röhl fand heraus, dass auch „Miss Love“ ein Kind vom Kaiser bekam.

Immer wieder flüchtete Wilhelm in die Betten von Huren oder mit seiner Jacht „Hohenzollern“ in den Süden. Doch seine „Miss Love“ konnte er nicht vergessen. Er schrieb ihr leidenschaftliche Briefe. Im Luxushotel Adlon reservierte er für sie.

Im Herbst 1888 drohte Wilhelm neues Unheil: „Ich habe sechs Liebesbriefe vom Kaiser mit besonders pikanten Inhalten.

Er zahlte Schweigegeld an die Liebesdame

Er wollte meine Arme fesseln. Ein Sadist ist er“, wandte sich Emilie an Wilhelm, den jüngeren Sohn des Reichskanzlers Bismarck, der auch einer ihrer Kunden war. Sie verlangte 25 000 Mark (nach heutiger Kaufkraft etwa eine Million Euro). Wilhelm II. musste also seine Staatskasse plündern. Emilie alias „Miss Love“ rückte die Briefe heraus. Sie verschwand aus Berlin und eröffnete in Paris ein Bordell. 1894 wurde ihre Leiche aus der Seine ge

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